Martin Niemöller - Streiten für den Menschen
Seinen letzten großen Vortrag vor der Verhaftung hielt Martin Niemöller am 29. Juni 1937 in Wiesbaden: In der Bergkirchengemeinde war ein Zentrum seiner Mitstreiter der Bekennenden Kirche, unter ihnen der im KZ umgekommene Dr. jur. Buttersack und Pfarrer Bernus, den Niemöller nach der Befreiung als ersten wieder besucht hat. Der evangelische Theologe Martin Stöhr hält aus diesem Anlass am Donnerstag, 28. Juni 2007, um 19.30 Uhr im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden) einen Vortrag über Leben und Werk von Martin Niemöller. Der Eintritt ist frei. Zu dieser Veranstaltung lädt Wissenschaftsminister Udo Corts gemeinsam mit der Martin-Niemöller-Stiftung ein.
26.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDr. Martin Niemöller – geboren am 14. Januar 1892 im westfälischen Lippstadt, gestorben am 6. März 1984 in Wiesbaden – war von 1947 bis 1964 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und ist Ehrenbürger der Landeshauptstadt. 1947 war Martin Niemöller nach Wiesbaden gekommen, wo er bis zu seinem Tod lebte, um eine neue, demokratische Kirche in Hessen und Nassau aufzubauen. Aus demselben Jahr datiert das wesentlich durch ihn initiierte, so genannte Darmstädter Wort zu den Irrwegen der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus.
Prof. Dr. Martin Stöhr, geboren 1932, studierte Soziologie und Evangelische Theologie in Mainz, Bonn und Basel. Er ist Pfarrer in Wiesbaden-Amöneburg. 1961 Studentenpfarrer an der TH Darmstadt, 1969 Direktor der Evangelischen Akademie Arnoldshain, 1986 Professor für Systematische Theologie an der Universität-Gesamthochschule Siegen. 1998 Emeritus. Mitglied der AG Juden und Christen beim Evangelischen Kirchentag, Mitbegründer von "Studium in Israel". 1965 bis 1984 Evangelischer Vorsitzender des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR); 1990 bis 1998 Präsident des International Council of Christians and Jews (ICCJ), heute Ehrenpräsident. Vorsitzender der Martin-Niemöller-Stiftung.
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