Minister Tesch besucht Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Bildungsminister Tesch hat heute, am 16. April 2007, gemeinsam mit Jörn Mothes, Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen besucht, um sich über Möglichkeiten für Projektarbeiten zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte zu informieren.
16.04.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDurch die Gedenkstätte führte Dieter von Wichmann, der selbst in Hohenschönhausen inhaftiert war und eindrucksvoll über seine leidvollen Erfahrungen berichtete.
Begleitet wurde Minister Tesch außerdem von drei ehemaligen Häftlingen aus Mecklenburg-Vorpommern, Hartmut Kaesewurm, Prof. Gerhard Meinl (beide sind Mitglied des Landesverbandes der Opfer des Stalinismus in MV) sowie von Herbert Kroll.
Die 1994 gegründete Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ist ein Ort, der auf das Engste mit politischer Strafverfolgung und Justizwillkür verknüpft ist. Hier wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst ein sowjetisches Internierungs-Lager eingerichtet, danach das sowjetische Untersuchungs-Gefängnis in der DDR und schließlich die zentrale Untersuchungs-Haftanstalt der Staatssicherheit.
Seit Juli 2000 ist diese Gedenkstätte eine selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts.
Die Mitarbeiter der Gedenkstätte haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Haftanstalt Hohenschönhausen in den Jahren 1945 bis 1989 zu erforschen, über Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren und zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur anzuregen. Am Beispiel dieses Gefängnisses soll sie zugleich über das System der politischen Justiz informieren.
Allein im vergangenen Jahr besuchten 170.000 Menschen die Gedenkstätte.
Im Anschluss an den Rundgang sprachen der Minister Henry Tesch, der Stasi-Landesbeauftragte Jörn Mothes und der Leiter der Gedenkstätte Dr. Hubertus Knabe über Möglichkeiten der politischen Bildung, die sich durch Gedenkstättenarbeit insbesondere für den schulischen Bereich ergeben. Dabei hob Dr. Knabe hervor, dass sich mit Minister Tesch zum ersten Mal ein Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern über die Gedenkstättenarbeit in Hohenschönhausen informiert hätte.
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