Plattdeutsch ist ein kultureller Schatz mit Zukunft

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat dem Zentrum für Niederdeutsch (ZfN) in Leck (Kreis Nordfriesland) zum 15-jährigen Bestehen gratuliert und dessen Einsatz für die plattdeutsche Sprache gewürdigt. "Diese Sprache ist ohne Zweifel ein kultureller Schatz. Ich glaube, dass sie stark genug ist, um sich in unserer modernen Welt zu behaupten. Und sie wird sich behaupten, weil sich so viele Menschen mit Herzblut dafür einsetzen", sagte Erdsiek-Rave heute (18. März) bei einer ZfN-Tagung. Den Niederdeutschen Zentren in Leck und in Ratzeburg komme hier eine Schlüsselrolle zu. Mit vielen Ideen, aber auch mit ihren Unterstützungs-, Informations- und Beratungsangeboten trügen sie dazu bei, dass das Niederdeutsche auch in der heutigen Gesellschaft einen festen Platz behalten könne.

19.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Arbeit der Niederdeutschen Zentren sei dabei eng verknüpft mit pädagogischem Engagement in Schulen und Kindertageseinrichtungen, so die Ministerin weiter. Dafür stünden zum Beispiel das Niederdeutsch-Modul in der Deutschlehrer-Ausbildung und die Sprachangebote in den Schulen, aber auch die verstärkten Anstrengungen, Plattdeutsch in der frühkindlichen Bildung zu fördern. "Es ist wichtig, den Eltern zu vermitteln, dass "Plattdeutsch im Kindergarten" eben nicht nur dem Erhalt der Sprache dient, sondern auch die sprachliche Entwicklung insgesamt fördert. Sämtliche Angebote, schon im Vorschulalter eine weitere Sprache zu üben, dienen der intellektuellen Entwicklung des Kindes in besonderem Maße. Deshalb kann ich es nur begrüßen, wenn die Kindertagesstätten erfolgreiche Konzepte für die Arbeit mit mehreren Sprachen untereinander weitergeben und diskutieren."

Die Landesregierung hat 1994 die beiden Zentren für Niederdeutsch für die Landesteile Schleswig (in Leck) und Holstein (in Ratzeburg) eingerichtet, um eine aktive Pflege des Plattdeutschen auch außerhalb des staatlichen Bildungssystems zu fördern. Neben den Personalkosten hat das Land für die laufende Arbeit der beiden Zentren bis heute rund 200.000 Euro bereitgestellt.


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