Posch/Kühne-Hörmann: Hessen unterstützt Anträge seiner Welterbekommunen zum Programm "Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten"

Wie Wirtschaftsminister Dieter Posch und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann am Dienstag in Wiesbaden mitteilten, unterstützen sie die Förderanträge der Kommunen Lorch am Rhein (Hilchenhaus), Lorsch/Bergstraße (Kloster Lorsch), Messel (Grube Messel), Bad Homburg v.d.H., Bad Nauheim, Hungen, Limeshain, Neuberg, Ober-Mörlen und Pohlheim sowie des Hochtaunuskreises (Limes) und schlagen sie nach fachlicher Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Bundesminister Wolfgang Tiefensee zur Förderung vor.

31.03.2009 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt insgesamt 150 Mio. Euro zur Verfügung, um dringend notwendige Investitionen in den Erhalt der historischen Stätten von Weltrang zu ermöglichen. Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung und die kulturtouristische Aufwertung der Welterbestätten sind die regionalwirtschaftlichen Ziele der Bundesinitiative.

In Hessen befinden sich die vier UNESCO-Welterbestätten „Kulturerbestätte Oberes Mittelrheintal mit Stadt Lorch/Hilchenhaus“, „Kulturerbestätte Kloster Lorsch“, „Kulturerbestätte Limes“ und „Naturerbestätte Grube Messel“.

Für das Hilchenhaus in Lorch samt Umfeld sieht das Land die höchste Dringlichkeit zur Förderung eines Vorhabens in einer Kommune. Wie Posch erläuterte, erfährt das Projekt breite Unterstützung durch die Bürgerschaft und wird auch interkommunal und regional getragen. „Besonders hervorzuheben ist, dass sich sämtliche hessischen Gemeinden in der Welterbestätte „Oberes Mittelrheintal“ auf die Anmeldung dieses einen Projektes verständigen konnten“, so der Minister. „Diese von der Landesförderung für Stadt- und Regionalentwicklung angestoßene interkommunale Kooperation ist beispielhaft.“ Das Land werde sich an der Projektfinanzierung beteiligen, ebenso der Rheingau-Taunus-Kreis.

Zudem werde das Land in erheblichem Umfang zur Förderung der Maßnahmen Kloster Lorsch, Grube Messel und Saalburg/Limes beitragen. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann sagte, beim Kloster Lorsch gehe es darum, die einstige Bedeutung der Anlage unter anderem durch die behutsame Rückführung des Klostergeländes zu seiner ursprünglichen Topographie, durch Vermittlung des klösterlichen Lebens, Denkens und der Klostergeschichte in einer Ausstellung sowie durch Kenntlichmachung der einstigen Bebauung beim Kloster besser erkennbar werden zu lassen. In Messel solle die Zugangsstraße saniert werden, um das Welterbe einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf der Saalburg bestehe die dringende Notwendigkeit, die historische Bausubstanz der unter Kaiser Wilhelm II. rekonstruierten Anlage weiter zu sanieren und zu konservieren.

Sämtliche Anträge der deutschen Welterbekommunen werden von einer Expertenkommission im Wettbewerb zueinander bewertet und die Förderung vom Bund voraussichtlich im Juni zugesprochen werden.

Als Anhang finden Sie eine Liste (PDF) mit den einzelnen Maßnahmen plus geplanter Beteiligung des Landes.


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