Wissenschaftsrat

Wolfgang Marquardt neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrates

Auf seinen Wintersitzungen hat der Wissenschaftsrat den Aachener Ingenieur Wolfgang Marquardt zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Marquardt tritt die Nachfolge des Münchner Mittelalter-Philologen Peter Strohschneider an, der den Wissenschaftsrat von 2006-2010 geleitet hat.

31.01.2011 Pressemeldung Wissenschaftsrat

Marquardt, 1956 in Böblingen geboren, ist seit 1993 Professor für Prozesstechnik in der Verfahrenstechnik der RWTH Aachen. Zu seinen Forschungsgebieten zählen modellgestützte, systemwissenschaftliche Methoden für Entwicklung und Betrieb von industriellen Stoffwandlungsprozessen, neue Produkte und Prozesse unter Berücksichtigung erneuerbarer Kohlenstoffquellen sowie Konzepte zur effizienten Nutzung (erneuerbarer) Energien. 2001 wurde Marquardt für seine Forschungen mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Seit 2010 gehört er dem Wissenschaftsrat als Mitglied an. Marquardt ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Ein neues Führungsduo hat auch die Wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrates. Für den Vorsitz seiner beiden Kommissionen hat der Wissenschaftsrat bis Januar 2012 wie folgt gewählt:

  • Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission: Hilbert von Löhneysen, Physikalisches Institut und Institut für Festkörperphysik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Mitglied des Wissenschaftsrates seit 2006
  • Stellvertretende Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission: Regina T. Riphahn, Ph.D., Professorin für Statistik und empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Vorsitzende der Verwaltungskommission: Cornelia Quennet-Thielen, Staatsekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung

Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen

Als langjähriger Vorsitzender des Wissenschaftsrates war Peter Strohschneider an zahlreichen wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen der letzten Jahre beteiligt.

In seiner Amtszeit hat er sich besonders engagiert für eine Verbesserung von Lehre und Studium eingesetzt und eine deutlich aufgestockte Grundausstattung der Hochschulen von der Politik sowie eine neue Qualitätskultur von der Wissenschaft gefordert. Der Exzellenzinitiative und ihrem zentralen Gedanken, die Forschung in Deutschland zu stärken, auf das Engste verbunden, hat er gleichzeitig vor einer Fixierung des Wissenschaftssystems allein auf Forschungsexzellenz gewarnt. Das Hochschulsystem bedürfe vielmehr unterschiedlicher Qualitäten und Schwerpunkte in unterschiedlichen Leistungsbereichen und müsse durch größere Vielfalt von Hochschulen und funktionale Differenzierung ein größeres Alternativenspektrum erhalten.

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