Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Berlin 1933-1945"

Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat heute gemeinsam mit Bundesfinanzminister Hans Eichel, dem Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums, Prof. Dr. Hans Ottomeyer und Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Ausstellung "Legalisierter Raub.

11.05.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen und Berlin 1933-1945" im Deutschen Historischen Museum in Berlin eröffnet. Die Einführung in die gemeinsame Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks übernahm Prof. Dr. Micha Brumlik, Direktor des Fritz Bauer Instituts.

Minister Corts verwies darauf, dass die Ausstellung einen Tag nach der feierlichen Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin eröffnet werde. "Dem Mord an den europäischen Juden ging der staatlich sanktionierte, staatlich organisierte und staatlich durchgeführte Raub voraus. Nicht nur der NS-Staat und seine Beamten, auch viele nichtjüdische Bürgerinnen und Bürger haben sich an diesem Raubzug beteiligt und von ihm profitiert. Das belegt die Ausstellung 'Legalisierter Raub' eindrucksvoll", sagte Corts. Hessen lege großen Wert darauf, die nationalsozialistische Vergangenheit aufzuarbeiten und dazu beizutragen, die Öffentlichkeit auch über die Beteiligung der damaligen Bürokratie am Verfolgungsprozess zu informieren.

Seit ihrer Eröffnung im Mai 2002 hat diese Ausstellung, die die Geschichte der Ausplünderung der Juden und die zentrale Rolle des Fiskus in Hessen darstellt, zahlreiche Metamorphosen erfahren. Für die Präsentation im Deutschen Historischen Museum in Berlin wurden in Zusammenarbeit mit Lokalhistorikern ergänzende Ausstellungsteile erarbeitet. Auch an den bisherigen Ausstellungsorten Frankfurt am Main, Marburg, Gießen, Darmstadt, Fulda, Kassel, Wetzlar Wiesbaden und Offenbach waren jeweils regionale Schwerpunkte zu sehen. Ein begleitendes Veranstaltungsprogramm, ein vorbereitendes Lehrerseminar und Führungen runden die Ausstellung ab, die vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützt wird.


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