Auszeichnung für beispielhaft gute Lehrleistungen

Der mit 375.000 Euro dotierte „Hessische Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre – gestiftet vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung“ ist zum zweiten Mal verliehen worden: Staatsministerin Silke Lautenschläger hat gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Madeja von der Hertie-Stiftung im Schloss Biebrich fünf Einzelpreise überreicht. Um die höchstdotierte Auszeichnung dieser Art eines deutschen Bundeslands in Deutschland hatte es 35 Bewerbungen gegeben. Der Preis, für den das Land 250.000 Euro und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung weitere 125.000 Euro zur Verfügung stellt, würdigt die Entwicklung und die Umsetzung von guten und zukunftsweisenden Lehrkonzepten.

19.12.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

„Exzellente Forschung und Lehre sind als zwei gleichwertige und wesentliche Zielsetzungen einer Hochschule zu begreifen“, hob Staatsministerin Lautenschläger hervor. Mit der Auszeichnung unterstreiche die Landesregierung, welche Bedeutung sie guter Lehre an den Hochschulen zumesse. „Ein Preis ist neben der verlässlichen Förderung der Lehre durch das Studienstrukturprogramm die beste Möglichkeit hervorzuheben, was sich als exemplarisch gute Lehrleistung und richtungweisend darstellt.“ Nicht zuletzt die steigenden Studierendenzahlen stellten eine Herausforderung für die gute Hochschullehre dar.

Prof. Dr. Michael Madeja, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, hob hervor, dass die Hertie-Stiftung bei der Auswahl eine paritätische Studierendenbeteiligung in der Jury erwirken konnte. „Gerade eine Stiftung hat die Aufgabe, jenseits staatlicher Interessen, initiativ neue Modelle zu entwickeln und guten Ideen zum Durchbruch zu verhelfen“, sagte er. In diesem Jahr wurde die Zahl der Preise gegenüber dem Vorjahr reduziert und damit der einzelne Preis aufgewertet. Die Vergabe erfolgte durch eine 14 Mitglieder zählende Jury, die paritätisch von Studierenden und Lehrenden besetzt war. Sie ermittelte aus den schriftlichen Anträgen die aussichtsreichsten Kandidaten, um sich dann jeweils bei Ortsterminen von diesen Lehrenden einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Erstmals wurde auch ein Preis für zwei studentische Tutorinnen verliehen. Darüber hinaus haben Studierende des dritten Semesters der Fachhochschule Wiesbaden unter der Anleitung von Prof. Claudia Maria Aymar in einem Lehrprojekt des Studiengangs Media Management eine Broschüre mit einer Darstellung der Projekte der Preisträger und die Urkunden für die Preisträgerinnen und Preisträger entwickelt.

„Hessischer Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre – gestiftet vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung“

1. Projektpreis – 150.000 Euro

„Psychosoziale Basiskompetenzen im Lehrerberuf – ein Seminarmodell für Lehramtsstudierende im ersten Studienjahr“
Prof. Dr. Heinrich Dauber, Dr. Elke Döring-Seipel, Prof. Dr. Dorit Bosse (Universität Kassel)

2. Projektpreis – 100.000 Euro

„Neugestaltung der Lehrveranstaltungen für Lehramts- und Nebenfachstudierende der Chemie“
Prof. Dr. Siegfried Schindler, Prof. Dr. Richard Göttlich (Justus-Liebig-Universität Gießen)

3. Projektpreis – 50.000 Euro

„Schwerpunktcurriculum Onkologie“
PD Dr. Gabriele Jaques, Prof. Dr. Andreas Neubauer (Philipps-Universität Marburg)

Preis für eine Einzelperson – 60.000 Euro

Prof. Dr. Michael Legutke (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Preis für eine/n Tutor/in – 15.000 Euro

„Workshop für Schülerinnen: Was machen Ingenieurinnen?“
Yasmin Bushra, Anika Schlaud (Fachhochschule Frankfurt am Main)


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