Bildungsminister Metelmann zum Tag des offenen Denkmals: Kulturgüter des Landes noch stärker vernetzen!

"In Zukunft müssen wir unsere Kulturgüter noch stärker vernetzen, um die Potenziale noch besser auszuschöpfen", erklärte der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann bei der Eröffnung der zentralen Veranstaltung zum Tag des Offenen Denkmals am 10.09.2006 in Basedow.

11.09.2006 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Das gelte nicht nur für die Schlösser, Parks und Gärten im Land, sondern ebenso für die Gutsanlagen, Klöster, Museen und Literaturhäuser. Als beispielgebend bezeichnete der Minister die Initiative "Wege zur Backsteingotik". Mittlerweile gebe es hier ein Netzwerk, an dem sich die Kommunen, die beiden evangelischen Kirchen, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Norddeutsche Rundfunk beteiligten.

Ausserdem können durch die arbeitsintensive Sanierung der Kulturgüter Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft in erheblichem Umfang erhalten und sogar noch ausgebaut werden, stellte Minister Metelmann fest. Die Denkmalpflege ist damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, besonders für die klein- und mittelständischen Betriebe in unserem Land.

"Das Ergebnis derartiger Bemühungen wird besonders deutlich, wenn wir das Erreichte genauer betrachten: die Hansestädte Stralsund und Wismar sind in die Liste der UNESCO für das Weltkulturerbe aufgenommen worden, weil sie gut saniert werden", so Metelmann und weiter: "Die Tourismuszahlen für diese beiden Städte zeigen, dass viele Menschen zu uns kommen, um sich genau dieses anzusehen. Kulturtourismus nennen wir diesen Wirtschaftszweig, der in erster Linie davon abhängt, wie wir mit unserem kulturellen Erbe und mit unserer Kultur insgesamt umgehen."

Deshalb habe das Land die Denkmalpflege erheblich finanziell unterstützt. So stellte das Bildungsministerium 2005 fast 3,3 Mio. Euro Patronatsleistungen und 3 Mio. Euro Denkmalpflege zur Verfügung. Das Finanzministerium beteiligte sich mit 25 Mio. Euro für Landesbauten, das Landwirtschaftsministerium mit über 560.000 Euro für Kirchen und über 1,3 Mio. Euro für Gutshäuser und Gutsanlagen, das Umweltministerium mit rund 66.000 Euro für das Landesparkprogramm.

Insgesamt sind also ca. 33 Mio. Euro unmittelbar in die Denkmalpflege geflossen.

Aber auch von den rund 91 Mio. Euro für die Städtebauförderung kommen der Denkmalpflege Mittel zugute.

"Die Denkmalpflege wird weiter ein ganz wichtiges Anliegen der Landesregierung bleiben, damit Vergangenheit Zukunft hat", erklärte Minister Metelmann.


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