Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Geplante OECD-Lehrerstudie bringt zu wenig neue Erkenntnisse

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave erläuterte heute im Landtag, warum die deutschen Kultusminister sich gegen die Teilnahme an der OECD-Lehrerstudie entschieden haben.

14.11.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Es muss im Vorfeld solcher Studien sorgfältig abgewogen werden, ob die neuen Erhebungen tatsächlich auch neue Erkenntnisse vermitteln, ob sie etwas leisten, was nicht schon durch andere Untersuchungen abgedeckt ist." Im Falle der neuen OECD-Studie sei man zu dem Schluss gekommen, dass dies gegeben sei. Zum einen sei ein Teil der Thematik bereits durch die erste OECD-Studie abgedeckt, zum anderen gebe es andere Studien, die den Blick auf die Lehrkräfte richteten und schließlich konzentriere sich die neue Studie auf eine Reihe von Aspekten, die für die Verbesserung der Lehr- und Lernprozesse nicht unmittelbar relevant seien.

Erdsiek-Rave: "Deshalb gehen die Kultusminister von einem eher geringen Erkenntnisgewinn aus." Sie verwies darauf, dass auch Großbritannien, Frankreich und die USA aus diesen Gründen nicht an der neuen Studie teilnähmen. "Wir dürfen jetzt nicht in eine Testeritis verfallen. Durch Datenerhebung allein wird nichts besser", mahnte sie.


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