Für Unternehmen und Hochschulen Türen öffnen und Hürden abbauen
Vietnam und die Volksrepublik China sind Ziele einer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation unter Leitung des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, und Finanz-Staatssekretär Dr. Walter Arnold.
03.11.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDer Gruppe gehören Vertreter hessischer Unternehmen und Hochschulen sowie Abgeordnete aller im Landtag vertretenen Parteien an. "Die Unterstützung hessischer Unternehmen beim Aufbau und der Ausweitung ihrer Geschäftskontakte mit chinesischen Partnern und der Ausbau der Zusammenarbeit mit China und Vietnam auf dem Hochschulsektor stehen im Mittelpunkt des Delegationsbesuchs", sagte Corts vor dem Abflug in Frankfurt. Während für den Minister und die Wissenschaftsdelegation am Freitag und Samstag eine Station in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi auf dem Programm steht, besucht die gesamte, 38 Teilnehmer umfassende Gruppe vom 5. bis 13. November in China Beijing, Changsha, die Hauptstadt der Provinz Hunan, Nanchang, die Hauptstadt der Provinz Jiangxi, und Shanghai.
Das Handelsvolumen zwischen Hessen und China erreichte 2004 den Betrag von 3,5 Milliarden Euro. Maschinen- und Anlagenbau, elektronische Erzeugnisse und für China die Textilwirtschaft sind die wichtigsten Sektoren des Handels zwischen beiden Ländern. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammern verfügten mehr als 680 Unternehmen aus Hessen über Geschäftskontakte in die Volksrepublik. 180 chinesische Unternehmen sind mit Niederlassungen in Hessen vertreten. Nach Berechnungen der Hessen Agentur GmbH beliefen sich die Direktinvestitionen hessischer Investoren in China auf 497 Millionen Euro, 77 Millionen Euro umfassten die chinesischen Direktinvestitionen am Standort Hessen. 47,5 Prozent aller Direktinvestitionen aus China in Deutschland werden demnach in Hessen verzeichnet. "Damit sind gute Voraussetzungen für die Ausweitung der Handels- und Investitionsbeziehungen für Partner hier in Hessen wie in China gegeben", hob Minister Corts hervor.
Zusätzlich profiliert sich Hessen für chinesische Besucher: Hessen ist das Bundesland, das die meisten Übernachtungen chinesischer Gäste in Deutschland verzeichnet. "Frankfurt nimmt als Großstadt in Deutschland Rang 1 als Reiseziel chinesischer Besucher ein. 150 Unternehmen der Tourismusbranche in Hessen sind auf chinesische Gäste als Geschäfts- oder Privatreisende eingestellt und bieten attraktive Leistungsangebote", erläuterte Corts.
Repräsentanten von mehr als 20 Unternehmen aus ganz Hessen, die Branchenschwerpunkte in den Bereichen Infrastruktur, Transportlogistik, Chemie und Zulieferindustrie vertreten, haben sich der Delegation angeschlossen. Dazu gehören Industrieunternehmen, die in China bereits erfolgreich Firmenniederlassungen aufgebaut haben. Erfreulicherweise, so Corts, nutzen aber auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen aus Hessen ihre Chancen im chinesischen Markt. In einem Land wie China sei die Unterstützung dieser Unternehmen eine wichtige Aufgabe, damit Hürden beim Marktzugang besser überwunden werden können. "Die Wirtschaftsdelegation wird für die mittelständischen Firmen Türen öffnen zu Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft", sagte Corts. Für den Hochschulsektor sind in China und Vietnam die Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen vorgesehen.
Während in Beijing ein Informationsprogramm mit der offiziellen Handelskammer der Volksrepublik China im Mittelpunkt steht, werden in Changsha, Nanchang und in Shanghai Kontaktbörsen und Unternehmertreffen veranstaltet. In Shanghai informieren hessische Unternehmen, die bereits in der Stadt erfolgreich etabliert sind, die Teilnehmer der Delegationsreise über ihre Erfahrungen im chinesischen Markt. Der Besuch von Stadtentwicklungsprojekten in Shanghais Stadtbezirk Jiading soll die großen Wachstumspotenziale der Metropole veranschaulichen. Zum Stadtbezirk Jiading gehören auch die Autostadt Anting und der neue Formel-1-Kurs Shanghais. Große Entwicklungschancen bieten aber auch Changsha und Nanchang, Millionenstädte in den südöstlichen Provinzen. Mit den beiden Provinzen Hunan und Jiangxi bestehen seit nunmehr 20 Jahren Partnerschaftsverträge. Die Abgeordneten der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien begleiten die Delegation, um auch die politische Bedeutung der Partnerschaften nach China deutlich zu machen.
In den nächsten Tagen folgen weitere Informationen zu der Delegationsreise.
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