Kasseler Kustodin vertritt Hessen in der Numismatischen Kommission

Neue Vertreterin des Bundeslandes Hessen in der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist die Kasseler Kustodin Dr. Antje Scherner. Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hat sie zur Nachfolgerin von Landesnumismatiker Prof. Dr. Niklot Klüßendorf ernannt, der in den Ruhestand getreten ist. Seit April 2006 ist Frau Dr. Scherner bei der Museumslandschaft Hessen Kassel für die Sammlung für Angewandte Kunst im Hessischen Landesmuseum verantwortlich, zu der auch ein Münzkabinett mit mehreren tausend Objekten gehört. Mit seinem Sammlungsschwerpunkt auf dem Gebiet der hessischen Münzen und Medaillen zählt das Kasseler Münzkabinett neben der Sammlung der Deutschen Bundesbank zur bedeutendsten Hessen-Kollektion in Deutschland. "Dr. Antje Scherner ist eine ausgewiesene Fachfrau, bei der ich die Interessen des Landes auf diesem Gebiet in besten Händen weiß", sagte der Minister.

14.03.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Numismatische Kommission wurde 1950 gegründet, um ein länderübergreifendes Gremium zu schaffen, das für die Zugänglichkeit der damals noch geschlossenen westdeutschen Münzsammlungen sorgen und Grundsatzfragen wie die Erfassung von Münzfunden klären sollte. Mitglieder und Beitragszahler sind die Bundesländer, deren Stimme jeweils Fachvertreter führen. Heute fungiert das Gremium als Interessensvertretung der wissenschaftlichen Numismatik in Deutschland. Es unterstützt Forschungsvorhaben, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, beteiligt sich an Fachtagungen und unterhält Kontakte zu Numismatikern der europäischen Nachbarländer. Die bedeutendste Errungenschaft ist der seit den fünfziger Jahren aufgebaute "Zentralkatalog der deutschen Münzfunde für Mittelalter und Neuzeit" mit Informationen über mehr als 7000 Funde aus der Zeit von 750 bis zum 19. Jahrhundert.

Dr. Antje Scherner, Jahrgang 1966, studierte in München und Rom Kunstgeschichte und Germanistik. Sie promovierte in Tübingen und war vor ihrem Wechsel nach Kassel an der Bibliotheca Herztiana (Max Planck-Institut für Kunstgeschichte) in Rom und am Grünen Gewölbe in Dresden tätig.


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