"Kleinod des Historismus und gesellschaftliches Zentrum"
Mit 75.000 Euro unterstützt das Land in diesem Jahr die Wiederherstellung des historischen Festsaals im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens.
11.04.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst"Der 1879 entstandene Festsaal ist ein außergewöhnliches Kleinod des Historismus. Mit seiner Restaurierung wird ein für Frankfurt und die ganze Region wichtiges gesellschaftlich-kulturelles Zentrum denkmalgerecht wiederhergestellt", sagte der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, als er heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesamts für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß, den Förderbescheid an den Baudezernenten der Stadt Frankfurt am Main, Franz Zimmermann, übergab. Die Arbeiten zur Instandsetzung des Saals beginnen dieses Jahr.
Der Frankfurter Palmengarten basiert auf einer Bürger-Stiftung aus dem Jahr 1869 und wurde von dem Gartenarchitekten Heinrich Siesmayer entworfen. Im Mittelpunkt steht das Gesellschaftshaus, das einst die von den Frankfurtern erworbene exotische Pflanzensammlung aus der Biebricher Residenz von Herzog Adolph von Nassau aufnahm. Ursprünglich bildeten Palmen- und Gesellschaftshaus architektonisch und funktional eine Einheit. Diese Verbindung wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs aufgegeben. 1959/60 passte man den einst prunkvollen Festsaal von 1879 dem damaligen Zeitgeschmack an und ließ den gründerzeitlichen Dekor hinter einer schlichten Akustikverkleidung verschwinden. Bei der nun anstehenden Sanierung des Gebäudes soll die weitgehend original erhaltene historistische Raumfassung wiederhergestellt werden.
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