Konzepte für den Computer gestützten Mathematikunterricht
Die Nutzung von Computern und neuen Medien in der Schule ist heute allgemein anerkannt. Dabei stellt sich nicht mehr die Frage "ob", sondern "wie" die neuen Werkzeuge genutzt werden. Mit dieser Frage befassten sich heute rund 400 Lehrkräfte an drei Standorten in Hessen auf der T³-Regionaltagung "Computer-Algebra und Dynamische Geometrie im Mathematikunterricht".
13.10.2004 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Die Mathematik ist nicht nur das mechanische Anwenden von Regeln. Sie ist eine hochgradig kreative Tätigkeit, die spezifische Denkfertigkeiten, Methodenwissen und nicht zuletzt Erfahrung erfordert", sagte Wolff. Vom Wesen der Mathematik werde an deutschen Schulen, auch an hessischen, noch zu wenig vermittelt. Um diesen Mangel zügig abzustellen, setzt Wolff auf Programme wie SINUS und SINUS-Transfer zur Qualitätsverbesserung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. Computer-Algebra-Systeme (CAS) und Dynamische Geometrie-Software (DGS) bieten ebenso Möglichkeiten, das Wesen der Mathematik in den Schulen erfahrbar zu machen. "Mit ihrem Einsatz können wir eine Leistungssteigerung in der mathematischen Bildung erreichen", ist die Ministerin überzeugt.
Die Regionaltagung wurde in Kooperation des Ministeriums mit dem Lehrerfortbildungsprojekt "Teachers Teaching with Technology" (T³) und dem Zentrum für Mathematik erstmals an drei Standorten in Hessen zeitgleich durchgeführt: In Melsungen an der Geschwister-Scholl-Schule eröffnete Prof. Dr. Rolf Biehler (Kassel) die Tagung mit dem Eingangsreferat "Darstellen und Interpretieren - Neue Medien und mathematische Arbeitsstile im Unterricht". In Wetzlar an der Werner-von-Siemens-Schule führte Prof. Dr. Wilfried Herget (Universität Halle) in die "Zentralen Ideen und neuen Werkzeuge im Mathematikunterricht" ein. An der TU Darmstadt informierte Frau Prof. Dr. Regina Bruder über "Mathematik verstehen, behalten und anwenden - Lerninhalte und Lehrmethoden in einem computergestützten Mathematikunterricht".
Die Veranstaltung wurde von den Mitgliedern der Fachkonferenzen Mathematik an hessischen Schulen besucht, die auch das vielfältige Angebot an Workshops nutzten. Unterstützung kam von der Firma Texas Instruments, die die Schulen einlud, an einem Projekt zur Erprobung von Graphikrechnern oder CAS mitzuwirken. Von den Schulen wird erwartet, die Geräte kontinuierlich im Unterricht zu nutzen, ihre Erfahrungen zu dokumentieren und zu präsentieren. Nach erfolgreichem Einsatz werden die Rechner dauerhaft an den Schulen verbleiben.
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