Kultusminister Jürgen Schreier: National- und Europahymne ergänzen Angebot im Liederkalender

In den Liederkalender der Grundschulen für das 3. und 4. Schuljahr, der im nächsten Schuljahr den Schulen zugeht, werden die National- und die Europahymne zusätzlich aufgenommen. "Mit den Grundschulkindern die dort vorgesehenen Lieder zu singen, ist keine Pflicht, sondern ein Angebot." Dies hat Kultusminister Jürgen Schreier auf Anfrage der "Saarbrücker Zeitung" in der vergangenen Woche mitgeteilt.

28.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

In der Stellungnahme heißt es wörtlich: "Ein Staat braucht Traditionen und Symbole. Dazu gehören ganz gewiss unsere Nationalflagge und unsere Hymne. Die Schüler sollten in der Schule lernen, dass die deutsche Fahne für Einheit und Freiheit steht. Auch die wechselhafte Geschichte des Deutschlandliedes sollten sie kennen. Einigkeit und Recht und Freiheit auswendig singen zu können, gehört sicher ebenso zur Allgemeinbildung, wie zu wissen, wer der Komponist und der Dichter unserer Hymne ist. In der nächsten Auflage des Liederkalenders, der allen Grundschulklassen zur Verfügung gestellt wird, wird Einigkeit und Recht und Freiheit ebenso aufgenommen wie die Europahymne. In den weiterführenden Schulen wird die Hymne und ihre wechselvolle Geschichte ohnehin behandelt. Ich bitte die Lehrkräfte, sich unabhängig vom Fach, verstärkt des Themas anzunehmen. Denn Kenntnis und Wissen sind für unsere Schülerinnen und Schüler der beste Schutz vor rechtsextremer Propaganda, die unsere Hymne missbraucht."

Jürgen Schreier: "Mir ist es wichtig, dass unsere Schüler in der Schule die Nationalhymne kennen und sich mit ihrer Geschichte auseinander setzen. Zu unterstellen, dass daran gedacht sei - wie z. B. in den USA - jeden Morgen vor dem Unterricht die Nationalhymne absingen zu lassen, geht völlig an der Absicht vorbei."


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