Kultusminister Jürgen Schreier zum Weltlehrertag:
Mehr Respekt vor Lehrerinnen und Lehrern forderte Kultusminister Jürgen Schreier aus Anlass des zehnten Weltlehrertages am 5. Oktober 2004. Schreier warnte vor pauschaler Kritik an "den Lehrern". Heute Lehrer zu sein, sei wirklich kein Zuckerschlecken. Lehrer machten ihre Arbeit genau so gut wie alle anderen Berufsgruppen.
05.10.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandDer Minister hob hervor, dass Lehrerinnen und Lehrer, wie alle anderen Menschen auch, Motivation und positive Rückmeldung für ihre Arbeit brauchten. Deshalb sei es höchste Zeit, öffentlich auf die vielen Beispiele hervorragend arbeitender Pädagogen aufmerksam zu machen. Denn auch das zeige PISA: Dort, wo Lehrer ein hohes Ansehen genießen, ist die Schulleistung gut. Daran müsse jeder denken, bevor er schlecht über Lehrer rede.
An die Eltern appellierte Schreier, den Lehrern einen Vertrauensvorschuss einzuräumen. Heute werde bei Problemen in der Schule oft zu einseitig und zu schnell die Schuld gleich beim Lehrer gesucht. Früher hätten Eltern ihre Kinder erst einmal gefragt: "Was hast du denn angestellt?". Heute heiße es dagegen oft: "Was hat der Lehrer dir denn getan?".
Auch die Lehrer selbst müssten an ihrem Image arbeiten und ein neues Selbstbewusstsein gewinnen. Jürgen Schreier: "Wer Lehrer ist, hat eine hohe Verantwortung und kann stolz auf seine Arbeit sein."
Der internationale Weltlehrertag wurde am 5. Oktober 1994 von der UNESCO ins Leben gerufen. Er soll weltweit an die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen für die Erziehung und Ausbildung der jungen Generation sowie an den Beitrag des Berufsstandes zur Entwicklung der Gesellschaften erinnern. Der diesjährige Weltlehrertag steht unter dem Motto: "Qualifizierte Lehrer für qualifizierte Bildung".
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