Kultusministerium: Schulen sollen eigenes Budget für die Fortbildung ihrer Lehrkräfte bekommen
Hessens Schulen sollen vom kommenden Jahr an ein eigenes Budget für die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer bekommen. Über rund 1,9 Millionen Euro sollen die Schulen demnächst vor Ort verfügen, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in Wiesbaden mit.
09.12.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Die Schulen können vor Ort sehr gut beurteilen, zu welchen Themen sie eine Fortbildung benötigen", begründete Kultusministerin Karin Wolff das neue Konzept. Deshalb werde jede Schule ein Budget erhalten, das sich nach der Größe der Schule richtet. Vorgesehen seien 40 Euro pro Lehrerstelle. Demnach erhielte eine mittelgroße Schule mit 50 Lehrkräften 2000 Euro zur Finanzierung von Seminaren und Fortbildungen für ihre Lehrerinnen und Lehrer. "Damit können sie die Schwerpunkte selbst bestimmen und das Fortbildungsangebot mit prägen", erklärte Wolff. Letztendlich komme dies der Unterrichtsqualität zugute.
Die Kultusministerin stellte klar: "Wir machen Ernst mit einer stärkeren Eigenverantwortung der Schulen vor Ort." Mit dem Geld können die Schulen interne Fortbildungen ebenso bezahlen, wie sie ihre Lehrerinnen und Lehrer zu Veranstaltungen der Staatlichen Schulämter, des Amts für Lehrerbildung oder selbstverständlich zu den Veranstaltungen von freien und privaten Anbietern schicken, sofern diese vom hessischen Institut für Qualitätsentwicklung akkreditiert sind. Damit können sie aus rund 8000 Angeboten auswählen.
Zusätzlich stellt das Ministerium rund 15 Millionen Euro für überregionale Fortbildung der Lehrkräfte zur Verfügung. Schwerpunkte dabei seien die Erfüllung der strategischen Ziele sowie die Qualifizierung der Schulleiter für die zunehmenden Managementaufgaben.
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