Sammlung Nassauischer Altertümer künftig im Stadtmuseum Wiesbaden

Das Land unterstützt die Errichtung des Stadtmuseums der Landeshauptstadt Wiesbaden mit fünf Millionen Euro.

08.03.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der von der Stadt an der Ecke von Wilhelmstraße und Rheinstraße geplante Neubau eröffnet die Möglichkeit, die zur Zeit im benachbarten staatlichen Museum Wiesbaden untergebrachte Sammlung Nassauischer Altertümer neu zu präsentieren. Die Verlagerung der Denkmäler dieses Vorgängerstaats des Landes Hessen eröffnet wiederum dem Museum Wiesbaden neue Entwicklungsmöglichkeiten. Die Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der Landeshauptstadt haben der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, der Wiesbadener Stadtkämmerer Dr. Helmut Georg Müller und der Direktor des Museums Wiesbaden, Dr. Volker Rattemeyer, heute im Ministerium vorgestellt.

"Die Sammlung Nassauischer Altertümer illustriert einen bedeutenden Abschnitt der hessischen Geschichte, der untrennbar mit der Entwicklung Wiesbadens als Landeshauptstadt verbunden ist", sagte Corts. Die Verlagerung der Sammlung in das neue Stadtmuseum, dessen inhaltliches Konzept der Historiker Lothar Gall entworfen hat, sei aufgrund dieses Zusammenhangs sinnvoll. "Gleichzeitig bekommt das Museum Wiesbaden dadurch die Chance, sein Profil noch stärker zu akzentuieren." Der Minister fügte hinzu, nicht zuletzt werde mit diesem Schritt auch ein weiterer Punkt des Regierungsprogramms erfüllt.

Ergebnis der Finanzverhandlungen ist die Abmachung, dass sich das Land an den Baukosten von 15 Millionen Euro mit fünf Millionen Euro, verteilt auf die Jahre 2007 bis 2009, beteiligt. "Ohne diesen Zuschuss wäre das Bauvorhaben nicht realisierbar", sagte Stadtkämmerer Dr. Müller. Mit Errichtung des Stadtmuseums an diesem exponierten Standort werde nicht nur eine Lücke, die durch den Krieg entstanden ist, geschlossen. "Darüber hinaus wird die Idee einer Kultur- und Museumsmeile an der Wilhelmstraße verwirklicht." Synergieeffekte sollen darüber hinaus mit dem benachbarten Landesmuseum erzielt werden, beispielsweise durch Nutzung gemeinsamer Veranstaltungsräume, Werkstätten oder Depotflächen sowie Gastronomie.

Das Land gibt außerdem die Sammlung Nassauischer Altertümer an das neue Stadtmuseum ab und übernimmt die Kosten der dafür erforderlichen Betreuung, indem drei Stellen aus dem Museum Wiesbaden ebenfalls verlagert werden. "Das Museum Wiesbaden wird die Abgabe dieser Sammlung und die damit größer werdenden Gestaltungsspielräume im eigenen Haus zur weiteren Profilierung nutzen", sagte Direktor Dr. Rattemeyer. Für die Hinwendung zu einem Museum der modernen Kunst, das auch Sammlungen zur Kunst des 15. bis 19. Jahrhunderts und eine modernisierte Naturwissenschaftliche Sammlung umspanne, ergäben sich auf diese Weise neue Perspektiven.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden plant noch in diesem Jahr einen Architektenwettbewerb für das Gebäude. Der symbolische erste Spatenstich ist für 2007 vorgesehen. Eröffnet werden soll das Stadtmuseum dann 2008/2009.


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