Uwe Oberg erhält den Hessischen Jazzpreis 2007
Der Wiesbadener Pianist und Komponist Uwe Oberg erhält den mit 10.000 Euro dotierten Hessischen Jazzpreis 2007 für seine Verdienste um die Entwicklung des Jazz. Das hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, heute bekanntgegeben: "Mit ihm ehrt das Land einen Musiker, der Netzwerke zu schaffen versteht, in seiner hessischen Heimat genauso wie über Hessen hinaus, und der diese Netzwerke zum Klingen bringt." Der Minister wird die Auszeichnung im Rahmen des Hessischen Jazzpodiums am 1. Dezember in Wiesbaden verleihen. Das Jazzpodium findet erstmals in der Landeshauptstadt statt; ausgerichtet wird die Veranstaltung vom 30. November bis 2. Dezember von der Jazzinitiative "Just Music". Bei dem dreitägigen Festival, das in diesem Jahr seine 16. Auflage erlebt, treten regionale, national bedeutende und internationale Jazzformationen auf und geben einen Einblick in aktuelle Strömungen des Jazz.
14.06.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstIn der Begründung der Hessischen Jazzjury – Mitglieder sind Annette Hauber, Günter Hottmann, Prof. Dr. Ekkehard Jost, Dr. Wolfram Knauer, Hans-Jürgen Linke, Dr. Gerhard Putschögl und Werner Wunderlich – zur Preisverleihung heißt es: "Uwe Oberg bewegt sich seit über zwei Jahrzehnten in den eher sperrigen Sphären des zeitgenössischen Jazz, dessen Geschichte er genauso schätzt wie seine improvisatorischen Herausforderungen. Daneben besitzt er ein Gespür für Dramaturgie, die selbst komplexe Musik für sein Publikum spannend macht. Er arbeitet mit Kollegen aus dem Bereich der zeitgenössischen E-Musik genauso wie mit solchen aus anderen Kulturen. Oberg ist dabei ein Musiker mit offenen Ohren – bei allen seinen Begegnungen spürt man den Respekt, den er der musikalischen Urwelt entgegenbringt, der andere Menschen entstammen und die im Moment des Zusammenspiels auch Teil seiner Erfahrung werden. Oberg hat darüber hinaus in der Landeshauptstadt Wiesbaden eine integrative, Szene-Gräben überbrückende Basisarbeit geleistet, die ihn zu einer zentralen Figur des Wiesbadener Kulturlebens hat werden lassen. So gehen eine regelmäßige Konzertreihe im Caligari Kino und seit 2000 das mutige und ästhetisch so selbständige Festival "Just Music" weitgehend auf Obergs organisatorisches Geschick und seine ästhetische Verlässlichkeit zurück."
"Just Music" hat mit seinem Konzept für die Ausrichtung des Festivals die Hessische Jazzjury überzeugt. Künstler mit einem guten Ruf in der Region wie dem Thomas Honecker Quartett aus Darmstadt oder dem Martin Speicher Projekt aus Kassel werden in Wiesbaden ebenso zu hören sein wie internationale Größen der Jazzszene, etwa Irene Schweizer, die Grand Dame des europäischen Jazz, das Trio Mephista aus USA/Japan und der Saxophonisten Heinz Sauer, Träger des Hessischen Jazzpreises 1991. Dabei sein wird auch die Frankfurter Pianistin Elvira Plenar, die 1993 als bisher einzige Frau mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet wurde.
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