Verschwundene Patienten-Unterlagen am UK S-H: Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager bestätigt Aktenverlust

Zu den Meldungen über den ungeklärten Verbleib von Patientenakten aus dem "International Departement" des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) erklärte UK S-H-Aufsichtsrats-Vorsitzender und Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager heute (27. September) in Kiel:

27.09.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

"Das UK S-H hat der Staatsanwaltschaft und uns den Vorgang am 17. September gemeldet. Wir sehen mit großer Sorge, dass durch die seit Wochen anhaltenden negativen Meldungen die hervorragende Arbeit der über 10.000 Mitarbeiter am UK S-H - vom Pflegepersonal bis zu den Ärzten - ins Zwielicht gezogen wird. Schon Anfang September haben wir deshalb, parallel zu den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, eine externe Revision eingeschaltet, die auch diese Vorgänge überprüfen soll. Mit der Beurlaubung des Leiters des International Departments wurden bereits erste Konsequenzen gezogen."

Bei der externen Revision geht es nach den Worten von de Jager vor allem um die Abrechnungs- und Kontrollmechanismen im International Departement. Der Abschlussbericht soll am 10. Oktober vorliegen. "Bis dahin werden wir zu den Vorwürfen selbst keine Bewertungen abgeben", so der Staatssekretär.

Wie de Jager weiter sagte, werde am 16. Oktober eine Sitzung des Aufsichtsrates stattfinden, bei der das Ergebnis der externen Revision beraten werden soll. Unabhängig davon werde er - wie bereits am Mittwoch angekündigt - in Abstimmung mit Wissenschaftsminister Dietrich Austermann Vorschläge zu personellen Veränderungen in der Klinik-Spitze unterbreiten.


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