Würdigung ehrenamtlicher archäologischer Tätigkeit

"Die Arbeit des Landesamtes für Denkmalpflege wäre ohne den unermüdlichen Einsatz und das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht so erfolgreich", mit diesen Worten würdigte Staatssekretär Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz anlässlich des hessischen Ehrenamtstags in der hessischen Landesarchäologie den Einsatz der als Geländebegeher, Grabungshelfer oder Gästeführer aktiven Helferinnen und Helfer. Lorz war dazu mit dem Landesarchäologen Prof. Dr. Egon Schallmayer nach Wölfersheim-Berstadt gekommen, um sich ´vor Ort´ bei einer Ausgrabung zu bedanken.

19.08.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Das Land Hessen verfügt inzwischen über ein dichtes Netz von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter allein über 200 Geländebegeher. Ohne ihre Unterstützung wären die vielfältigen Aufgaben der Archäologischen Denkmalpflege in Hessen nicht zu bewältigen. Lorz wies darauf hin, dass Profis und ´Laien´ hervorragend zusammenarbeiteten; Hessen nehme hier eine Vorbildfunktion wahr: "Dafür danke ich der Landesarchäologie, allen voran ihrem Leiter, Prof. Dr. Egon Schallmayer." Die hessische Landesregierung, so Lorz, sei sich ihrer Verantwortung für das archäologische Erbe bewusst und unterstütze das Landesamt für Denkmalpflege nach Kräften. Derzeit investiert das Land Hessen zum Ausbau des Saalburgmuseums eine Summe von über sieben Million Euro. In den Neubau des Museums am Glauberg werden 6,1 Million Euro fließen. Der Etat der Zuwendungen im Denkmalbereich werde 2008 um zwei Million Euro auf neun Million erhöht; davon würden erhebliche Mittel für den archäologischen Denkmalschutz zur Verfügung stehen.

An der Fundstelle Wölfersheim-Berstadt waren bei der Anlage eines Neubaugebietes zahlreiche frühmittelalterliche Gräber entdeckt worden - die bislang umfangreichste Nekropole in dieser Zeit im Wetteraukreis. Rasch waren sich die Verantwortlichen einig, dass eine Rettungsgrabung erforderlich war. Dazu stellte die Gemeinde Wölfersheim unbürokratisch beträchtliche Mittel zur Verfügung. Bislang konnten viele, z. T. außergewöhnliche Grabbeigaben geborgen werden. Besonders bedeutsam sind vor allem die organischen Funde – wie z.B. Leder. Um die Fundstücke zeitnah restaurieren lassen zu können, hatte die Gemeinde einen Antrag auf Förderung beim Landesamt für Denkmalpflege gestellt. Staatssekretär Lorz war daher auch nicht mit leeren Händen nach Wölfersheim gekommen: er überreichte Bürgermeister Arnold einen Bewilligungsbescheid über 50.000 Euro, der es ermöglicht, befristet einen Restaurator zu beschäftigen.


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