Saarland beteiligt sich an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder
Für die nächste Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen hat die Universität des Saarlandes erneut zwei Informatik-Anträge eingereicht.
02.09.2011 Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des SaarlandesDamit soll die erfolgreiche Arbeit des Exzellenzclusters "Multimodal Computing and Interaction" und der Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik fortgesetzt werden. Außer der Universität sind an beiden Anträgen wie in der vergangenen Runde das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beteiligt. Hinzu getreten ist für die jetzige Förderperiode das INTEL Visual Computing Institute.
"Die Saarbrücker Informatik hat internationales Renommee", so Dr. Christoph Hartmann, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft. "Ich räume der herausragenden Arbeit des Exzellenzclusters und der Graduiertenschule hervorragende Chancen bei der Exzellenzinitiative ein. Unser Ziel für die Zukunft muss aber auch sein, dass unser Bundesland bei solchen überregionalen Wettbewerben noch stärker vertreten ist. Wir haben an der Saar hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – diese Tatsache muss bekannter werden."
Die Anträge für die Exzellenzinitiative mussten bis heute bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingegangen sein. Von Oktober bis März werden die Anträge begutachtet. Am 15. Juni 2012 wird dann die entscheidende Sitzung des Bewilligungsausschusses stattfinden.
Der Exzellenzcluster hat zum Ziel, Computersysteme zu entwickeln, die mit den Menschen auf natürliche Weise kommunizieren können. Sie sollen nicht nur Texte verarbeiten, sondern auch wie Menschen sehen und hören können. Dafür ist es erforderlich, dass die Computer mit ganz unterschiedlichen Arten von Informationen umgehen können: mit Sprache, Bildern, Videos, Grafiken und hochdimensionalen Daten. "In den vergangenen vier Jahren konnten die Saarbrücker Informatiker schon viele Forschungsfragen klären. Es gibt aber noch viel zu tun, um den Menschen überall und zu jeder Zeit Informationssysteme zur Verfügung zu stellen, die auch ein hohes Maß an Funktionalität und Sicherheit aufweisen. Wir hoffen daher, dass wir in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative erneut den Zuschlag erhalten werden, um die erfolgreiche Forschung fortsetzen zu können", sagt Universitätspräsident Volker Linneweber. Im Herbst 2007 hatte das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft einberufene internationale Gutachtergremium in einem mehrstufigen Verfahren sowohl dem Antrag auf ein Exzellenzcluster zum Thema "Multimodal Computing and Interaction" als auch dem Konzept einer internationalen Graduiertenschule für Informatik den Zuschlag erteilt. Zusammen erhielten beide Projekte von Bund und Land auf fünf Jahre verteilt rund 40 Millionen Euro Fördergelder. "Wir haben viele wichtige Ziele, die wir uns im ersten Antrag als ehrgeiziges Forschungsprogramm vorgenommen haben, erreicht. Derzeit leiten 17 Wissenschaftler eigene Nachwuchsgruppen und treiben die Informatikforschung mit einer großen Bandbreite an Themen voran", erläutert Hans-Peter Seidel, Sprecher des Exzellenzclusters und Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken.
In der Saarbrücken Graduate School of Computer Science forschen derzeit 340 Doktoranden mit über 180 Informatikforschern zusammen. "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, dass die Saarbrücker Graduiertenschule zu den zehn weltbesten Doktorandenprogrammen der Informatik gezählt werden kann", sagt Raimund Seidel, Sprecher der Graduiertenschule und Informatik-Professor der Saar-Uni.
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