"Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Campus-Hochschule"

"Das ist ein wichtiger Schritt für die Fachhochschule Gießen-Friedberg auf dem Weg zur Campus-Hochschule." Das hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, bei der offiziellen Übergabe des Neubaus für den Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik der Fachhochschule Gießen-Friedberg am Standort Gießen hervorgehoben. Das 13 Millionen Euro teure Gebäude bietet eine Hauptnutzfläche von 2.700 Quadratmetern. Mit dem Bau war im Frühjahr 2006 begonnen worden, das Richtfest wurde im Frühjahr 2007 gefeiert.

14.01.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der Minister hob hervor, dass die Landesregierung damit die Voraussetzungen für exzellente Lehr- und Studienbedingungen für die Informatik schaffe, eine Disziplin, deren erfolgreiche Absolventen wie kaum andere von Arbeitgebern nachgefragt seien. Aber auch die Forschungskapazitäten würden gestärkt: Die Fachhochschule Gießen-Friedberg war als einzige Fachhochschule im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms LOEWE der hessischen Landesregierung zur Erarbeitung eines Vollantrags auf Einrichtung eines Förderschwerpunkts aufgefordert worden.

Auch der Präsident der Fachhochschule, Prof. Dr. Günther Grabatin, dankte allen am Bau Beteiligten für ihre Arbeit. Mit dem bereits in Betrieb genommenen Neubau für die Angewandten Biowissenschaften und dem Erweiterungsbau am Standort Friedberg, der im Sommer bezogen werden soll, verzeichne die Fachhochschule einen Flächenzuwachs von mehr als 8.000 Quadratmetern: "Das ist ein Entwicklungsschub und eröffnet die Chance, in Lehre, Forschung und Weiterbildung in qualitativ neue Dimensionen vorzustoßen." Dass die Fachhochschule Spitzenforschung betreibe, habe sie mit ihrem Abschneiden im LOEWE-Programm und im Programm Ingenieurnachwuchs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bewiesen. Im Rahmen des Hochschulbauprogramms HEUREKA investiere das Land bis 2020 in die weitere bauliche Entwicklung der Fachhochschule 100 Millionen Euro: "Das verschafft ihr auch langfristig ausgezeichnete Perspektiven."

Das L-förmige Gebäude bildet gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Studien-Informations-Centrum am Platz der Deutschen Einheit ein zeitgemäßes Entree zur Fachhochschule. In dem zum Platz hin orientierten Gebäudeteil ist in Erdgeschoss und erstem Obergeschoss eine Cafeteria mit Galerie untergebracht. Sie bietet 140 Sitzplätze und wird vom Studentenwerk Gießen betrieben. In dem darüber liegenden Hörsaal finden 300 Zuhörer Platz. In dem langgestreckten, annähernd parallel zur Wiesenstraße verlaufenden Bauteil sind Labor-, Seminar- und Vorlesungsräume sowie Büros für den Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik untergebracht. Bereits 2006 war ein Parkdeck fertig gestellt worden, das den erforderlichen Stellplatzbedarf deckt.

Dekan Prof. Dr. Klaus-Jürgen Kügler zeigte sich hocherfreut, dass der Fachbereich nun über neue Räumlichkeiten verfügt, in denen die Informatik-Ausbildung an modernsten Geräten konzentriert werden soll. Dies sei eine deutliche qualitative Verbesserung des Studienangebots und eröffne hervorragende Chancen, einen Beitrag zum Abbau des gegenwärtigen Mangels an Absolventen der Informationstechnologie zu leisten.

Die Cafeteria "Campustor" habe einen hervorragenden Platz gefunden, sagte Ralf Stobbe, Geschäftsführer des Studentenwerks Gießen. Studentisches Leben finde nicht nur im Hörsaal statt: "Auch informelle Begegnungen sind wichtig. In der Cafeteria lernt man fürs Leben!"

Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann hob die besondere Bedeutung der Fachhochschule für die Stadt Gießen hervor und bezeichnete den Neubau als klares Signal zur Weiterentwicklung der Fachhochschule. Sie stehe schon jetzt in der anwenderorientierten Forschung deutschlandweit an der Spitze: "Nun verfügt sie auch über die räumliche Infrastruktur, um diese Position zu stärken."

Die Projektleitung des Neubaus hatte das Hessische Baumanagement (hbm) übernommen. Direktor Thomas Platte wies darauf hin, dass es gelungen sei, ein Gebäude zu übergeben, das mit seiner zeitgemäßen technischen und baulichen Ausstattung die aktuellen Erfordernisse der Fachhochschule erfülle.


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