Kultusministerium startet Modellversuch zur Förderung besonders begabter Schüler an städtischer Realschule in Rosenheim

Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 startete das Bayerische Kultusministerium einen einzigartigen Modellversuch im Realschulbereich. An der städtischen Realschule Rosenheim wurde eine "Talentklasse" eingerichtet. 18 Buben und Mädchen, alle besonders begabte Sechstklässler der insgesamt sieben Realschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim, übersprangen nach der 6. Jahrgangsstufe die Jahrgangsstufe 7. Die Lehrplaninhalte werden anstatt in vier in drei Jahren vermittelt.

13.03.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Talentklasse eine gute Möglichkeit ist, auf diesem Wege besonders leistungsfähige Realschüler begabungsgerecht zu fördern. Sie können in fünf Jahren die mittlere Reife erwerben und sich damit rasch die Tür für gute Anschlussmöglichkeiten öffnen. Ich beabsichtige, diesen Versuch im kommenden Schuljahr auf weitere Regierungsbezirke auszuweiten.", so Kultusminister Schneider.

Als Zugangsvoraussetzungen für die so genannte Talentklasse gelten die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch: in der Regel nur Einser und Zweier. Wer den Notendurchschnitt von 2,0 aus allen Vorrückungsfächern mitbringt, kann sich ebenfalls für die "T-Klasse" bewerben. Ein Gutachten der abgebenden Schule ist ein maßgeblicher Faktor für eine erfolgreiche Bewerbung.

Der Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler nach dem ersten halben Jahr spricht für sich: die Notenschnitte bewegen sich zwischen 1,5 und 2,3. 15 von 18 Buben und Mädchen haben eine Eins vor dem Komma stehen. Die Lehrer der Klasse sprechen von einem Unterrichtsklima, in dem eine hohe Konzentration und Motivation herrsche. Störende Elemente gebe es keine. Besonders positiv sind die Reaktionen der Eltern und Kinder. Florian, Schüler der Klasse 8t: "Ich kann die Talentklasse nur weiter empfehlen. So macht mir Unterricht Spaß."


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