"OB Ude darf Münchner Schüler nicht benachteiligen"

"Ich erwarte von Münchens OB Ude, dass er die von mir erreichte Verbesserung der Förderung aller bayerischen Schülerinnen und Schüler auch dem Wohl der Münchner Kinder und Jugendlichen zugute kommt." Dies betonte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider als Reaktion auf die Raumknappheit in Münchner Schulen.

03.04.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schneider hatte gestern bei der CSU-Landtagsfraktion erreicht, dass insgesamt 2245 zusätzliche Lehrerstellen noch für das kommende Schuljahr zur Verfügung gestellt werden, um u. a. große Klassen weiter abzubauen. Eine städtische Studie weise aus, dass zusätzliche Klassen wegen Raumnot nicht gebildet werden können. Den Schulen in München sollen 190 zusätzliche Räume für den Unterricht fehlen.

Für Minister Schneider Grund genug zur Feststellung: "Jetzt rächen sich die Versäumnisse der Vergangenheit. Die Stadt muss genügend Räume an den Schulen bereitstellen, damit die Bildungschancen, die die zusätzlichen Lehrerstellen eröffnen, auch für die Münchner Schüler umgesetzt werden können. Da ist die Stadt in der Pflicht", so Minister Schneider.

Offensichtlich vernachlässige die Stadt München diese gesetzliche Pflicht, ausreichend Raumkapazitäten für den Unterricht bereit zu stellen. Die Stadt genehmigt wohl Wohnungen, ohne an Kinder zu denken.

Das Kultusministerium wartet immer noch auf die Antwort, wo OB Ude im Norden der Stadt ein Gymnasium errichten wolle.

Der Freistaat hat zeitnahe alle Anträge der Stadt München auf Genehmigung von Schulen bewilligt, sofern die nötigen Unterlagen vollständig eingereicht waren, verweist Minister Schneider auf die erst jüngst erfolgte Genehmigung eines Gymnasiums in Trudering.


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