Aus Villa Röchling wird Villa Europa - Standort bedeutender Bildungseinrichtungen

"Die ehemalige Villa Röchling wird als Villa Europa zu einem Symbol für die grenzüberschreitende Orientierung unseres Landes." Dies erklärten Kultusminister Jürgen Schreier und Finanzstaatssekretär Gerhard Wack am Donnerstag (17.6.04) anlässlich des symbolischen 1. Spatenstichs für die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen des Gebäudes. Nach der Fertigstellung wird die Villa Europa von drei Einrichtungen genutzt werden: der Deutsch-Französischen Hochschule, dem Institut Français und der zentralen Weiterbildungs-GmbH der Universität des Saarlandes.

17.06.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Minister Schreier und Staatssekretär Wack zeigten sich erfreut, dass künftig in einem der bekanntesten saarländischen Gebäude zentrale und für das Land bedeutende Bildungseinrichtungen vereinigt sind.

Die 1997 gegründete Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist ein Verbund von Hochschulen aus Deutschland und Frankreich mit Verwaltungssitz in Saarbrücken. Sie hat in der jüngeren Vergangenheit ihre Aktivitäten stark ausgedehnt und betreut mittlerweile 114 deutsch-französische Studienprogramme mit 133 Kooperationshochschulen und 3 800 "virtuellen"- Studierenden. Zur Förderung für deutsch-französische Hochschulbeziehungen bietet sie neben den attraktiven Studienangeboten mit Auslandsaufenthalten ihrer Mitgliedshochschulen studienintegrierte und -begleitende Module zum Erwerb fremdsprachlicher, landeskundlicher und interkultureller Kompetenzen an, die den Absolventen Vorteile auf dem europäischen Arbeitsmarkt verschaffen. Auch diese finden an den Mitgliedshochschulen dezentral statt.

Das "Institut Français" (1956 gegründet) ist seit einem Staatsvertrag zwischen dem Saarland und Frankreich aus dem Jahre 1966 in saarländisch-französischer Trägerschaft mit der Aufgabe zur Verbreitung französischen Kulturguts im Saarland. Bestandteil des Instituts ist eine wertvolle Bibliothek mit 60 000 Bänden, die auch für die übrigen Einrichtungen im Hause und interessierten Mitgliedern der Universität zur Verfügung stehen.

Die Zentrale der 2002 gegründeten Weiterbildungs-GmbH der Universität soll ebenfalls in den repräsentativen Räumen der Villa Europa ihre neue Heimstatt finden und von dort aus für Organisation, Verwaltung und Vermittlung verantwortlich sein.

Mit den umfangreichen Baumaßnahmen wurde das Architekturbüro Rittmannsperger aus Darmstadt beauftragt. Das Büro verfügt über vielfältige Erfahrungen mit der Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz.

Bereits am 1. Juni wurde mit Entkernungs- und Trockenlegungsarbeiten sowie mit Arbeiten an den Elektro-, Aufzugs-, Sanitär- und Heizungsanlagen begonnen. Es folgen Arbeiten im Außenbereich und ab Herbst/Winter der Innenausbau. Das renovierte Gebäude soll zum Wintersemester 2005/06 seiner Bestimmung übergeben werden. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 4,9 Mio. Euro.


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