Ausbildungspakt auf dem Prüfstand
(bikl) Jährlich sollen 30.000 neue Ausbildungsstellen und 25.000 so genannte Einstiegsqualifikationen geschaffen werden. Das jedenfalls sieht der 2004 geschlossene Ausbildungspakt vor. Am 30. Januar soll nun das Ergebnis dieser Vereinbarung offiziell vorgelegt werden.
16.01.2006 ArtikelIm Vorfeld setzte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bereits für eine Verlängerung um weitere drei Jahre ein. Gegenüber dem Focus erklärte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun, zusammen mit dem Handwerk kämen Industrie und Handel für 2005 auf ein Gesamtangebot von fast 60.000 neuen Lehrstellen und so genannten Einstiegsqualifikationen durch Betriebspraktika. Das Defizit an Lehrstellen entspreche in etwa dem des Vorjahrs. Braun schlug als Anregung für die kommenden Tarifverhandlungen vor: "Wo jetzt zwei Lehrlinge arbeiten, sollten sich künftig drei das gleiche Geld teilen können."
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) geht im Streit über den Ausbildungspakt offensichtlich auf die Bundesregierung zu. Laut Frankfurter Rundschau sagte er zu, sich "unter bestimmten Bedingungen" zu beteiligen. Zwar bekräftigt DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock im Gespräch mit der FR die bestehenden Vorbehalte: "Der Ausbildungspakt suggeriert Entschlossenheit, aber hat bisher nur den Status Quo gesichert.", erklärte aber auch, dass der DGB sei zu Gesprächen über eine "gemeinsame Initiative" bereit sei.
Als Voraussetzungen nannte sie, dass die Lehrstellenlücke nicht länger klein gerechnet werden dürfe. Auch müssten die Länder, die Ersatzangebote in der Schule finanzierten, beteiligt werden. Zwingend sei außerdem die Verpflichtung, "zusätzliche" Lehrstellen zu schaffen und schließlich müsse die Ausbildungsqualität verbessert werden.
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FR: DGB sucht Ausbildungskonsens
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