Ausbildungspakt bis zum Jahr 2010 verlängert

(bikl) Bundesregierung und Wirtschaft haben heute ihren Ausbildungspakt um drei Jahre bis zum Jahr 2010 verlängert.

05.03.2007 Artikel

Die Wirtschaft will jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze schaffen. Damit verdoppelt sie ihre bisherige Zusage von 30.000 neuen Stellen pro Jahr. Die Zahl der Einstiegspraktika für schwer vermittelbare Jugendliche soll von 25.000 auf 40.000 erhöht werden.

Die Spitzen der Wirtschaftsverbände und die Bundesregierung werteten den 2004 erstmals geschlossenen Pakt als Erfolg. Weniger euphorisch reagierte der Deutsche Gewerkschaftsbund. "Dieser Pakt schafft es nicht, ein Angebot zu schaffen, das der Nachfrage entspricht", erklärte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Es werde immer nur von ´neuen', nicht aber von ´zusätzlichen' Ausbildungsplätzen gesprochen. Mit den neuen Ausbildungsplätzen würden de facto nur die ausgeglichen, die bei anderen Betrieben gestrichen würden. Zum Jahresende 2006 waren noch 17.400 Ausbildungsbewerber ohne Stelle.

Die zweite Auflage des "Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland" wurde in Berlin von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) und Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sowie von vier Vertretern der Wirtschaftsverbände unterzeichnet.


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