Berlin startet Zusatzqualifikation zur Begabtenförderung

Heute starten die Qualifizierungsmaßnahmen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Unterrichtsentwicklung, die künftig zusätzlich Fortbildungen zur schulischen Begabtenförderung anbieten werden. Das Qualifizierungsprojekt, das gemeinsam von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Karg-Stiftung getragen wird, läuft für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Januar 2012.

26.05.2011 Pressemeldung Karg-Stiftung

Das Besondere an dieser Qualifizierung ist, dass die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die in der regionalen Fortbildung schon im Bereich der Unterrichtsentwicklung aktiv sind, auch für Begabungsförderung sensibilisiert und qualifiziert werden. So bleibt die Hochbegabtenförderung nicht nur auf wenige Spezialschulen beschränkt. Rund 20 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Unterrichtsentwicklung an Sekundarschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien erhalten eine Qualifizierung zur Begabtenförderung. Sie werden für die Methode der "Impulskreise" ausgebildet, mit denen sie nach Abschluss der Fortbildung Grundlagen für einen integrativen und begabungsfördernden Unterricht in die Schulen tragen. Alle Berliner Schulen können dann von diesem Wissen profitieren.

Die "Impulskreise" sind eine interaktive Fortbildungsmethode, die pädagogische Fachkräfte dazu anregt, im Rahmen einer Kleingruppe von bis zu acht Personen ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum Thema Hochbegabung zu sichten, zu diskutieren und zu ergänzen. So werden praxisorientiert wichtige Grundlagen zum Verständnis von Hochbegabung, deren Diagnostik und Förderung vermittelt. Bereits in Kooperationsprojekten mit den Bundesländern Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen sowie in Berlin (hier bisher für den Einsatz im Grundschulbereich) haben sich die Impulskreise etabliert und bewährt.

"Unabhängig von Herkunft und Schulart sollen alle Kinder und Jugendlichen in der Berliner Schule so gut wie möglich gefördert werden; dazu gehört auch das Erkennen und die gezielte Förderung besonderer Begabungen", so Bildungssenator Jürgen Zöllner.

"Individuelle Förderung braucht begabungssensible Lehrkräfte, bei denen auch hohe Begabungen nicht zu kurz kommen. Denn wie immer auch das Schulsystem aussieht – um begabungsgerechte Angebote für alle Kinder und Jugendlichen kommt es nicht herum. Das hat kompetente Fort- und Weiterbildung zur Voraussetzung, wozu wir auch in Berlin gerne beitragen", so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand der Karg-Stiftung.

Karg-Stiftung

Die Karg-Stiftung engagiert sich für hochbegabte Kinder und Jugendliche. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung und Qualifizierung des Bildungssystems auch in der Förderung Hochbegabter. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Entwicklung von Förder- und Beratungseinrichtungen und der Aus- und Weiterbildung von Pädagogen und Beratern. Die gemeinnützige Stiftung wurde im Jahr 1989 von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid errichtet und ist die bundesweit größte Stiftung im Bereich der Hochbegabtenförderung.

Ansprechpartner

Karg-Stiftung
Sabine Wedemeyer
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Niddastraße 35
60329 Frankfurt am Main
Telefon: +49 160 909 849 16
E-Mail: sabine.wedemeyer@karg-stiftung.de
Web: www.karg-stiftung.de


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