Berufsausbildung: Ein Aushängeschild für Deutschland

"Bildet aus, denkt an die Zukunft, jeder kann ein Stück dazu beitragen!" Mit diesen Worten rief Bundeskanzlerin Angela Merkel Betriebe auf, auch im Jahr der Wirtschaftskrise Ausbildungsplätze zu schaffen. IM ICE-Instandhaltungswerk Berlin-Rummelsburg besuchte die Kanzlerin die 1.383 Auszubildende der Deutschen Bahn AG.

25.08.2009 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Diese bereiteten der Kanzlerin einen begeisterten Empfang. An acht Stationen hatte sich Merkel zuvor ein Bild von den verschiedenen Ausbildungsberufen gemacht.

25 verschiedene Berufe

Dabei ging es nicht nur um Gleisbau, Zugbetrieb und Service für Reisende. Auszubildende präsentierten auch Themen wie Internationalisierung, Logistik und projektorientierte gewerblich-technische Ausbildung. "Das, was Sie hier lernen, ist auch Teil eines Aushängeschildes von Deutschland", sagte die Kanzlerin.

Auch im Herbst wird die Bahn wie im Vorjahr 2.700 Auszubildende und 250 Studierende für duale Studiengänge neu einstellen. Insgesamt sind die Ausbildungszahlen seit 2006 um 30 Prozent gestiegen. Die DB AG bildet in 25 verschiedenen Berufen aus.

Chance Plus

500 nur bedingt ausbildungsfähige Jugendliche beginnen eine Einstiegsqualifizierung (EQ) im Praktikantenprogramm "Chance Plus". Die Kanzlerin lobte es ganz besonders.

Ziel der vom Bund geförderten Einstiegsqualifizierungen ist es, die jungen Menschen auf eine Ausbildung vorzubereiten und sie dann in eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu übernehmen. In 75 Prozent der Fälle gelingt dies bei der Bahn. Diese Quote liegt deutlich über dem Durchschnitt aller deutschen Betriebe. Das EQ-Programm ist eine von vielen Maßnahmen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs.

Übernahmequote: 90 Prozent

Bahnchef Jürgen Grube wies darauf hin, dass die Bahn jedem, der die Ausbildung erfolgreich absolviert hat und räumlich flexibel ist, ein Beschäftigungsangebot macht. Die Übernahmequote liegt bei 90 Prozent. Die Kanzlerin nahm dies erfreut zu Kenntnis, denn die Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung ist derzeit ein besonderes Problem.

Wegen der abnehmenden Schulabgängerzahlen droht in einigen Jahren Fachkräftemangel. "Wer sich heute nicht um die Jugend kümmert", sagte die Kanzlerin, "hat morgen keine Fachkräfte."

International beneidet

Die Kanzlerin wies in ihrer Rede auf die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Deutschland hin, um die uns andere Länder beneideten. Die jungen Leute sollten die Chancen der Globalisierung nutzen.

"Man muss die Welt kennen, um in Deutschland seine Aufgaben erfüllen zu können", sagte sie. Sie rief dazu auf, mehr über die Welt zu lernen und neugieriger zu sein. Die Jugendlichen sollten noch eine anderere Sprache lernen und Interesse an der Kultur anderer Länder zeigen.

Kontext:
Podcast der Bundeskanzlerin
Ausbildungspakt


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