Bildung und Forschung sichern Zukunftsfähigkeit des Landes

Anlässlich des von der Berufsakademie Villingen-Schwenningen veranstalteten Zukunftstages der Region betonte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk die Bedeutung von Bildung und Forschung für die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs. "Wissen und technischer Fortschritt sind die Schlüsselelemente für die Sicherung eines langfristigen Wirtschaftswachstums. Als rohstoffarmes Land investiert Baden-Württemberg in die Köpfe der Menschen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen", sagte der Staatsekretär am 25. Oktober in seinem Eröffnungsvortrag in Villingen-Schwenningen.

25.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die demographische Entwicklung wird konkrete Auswirkungen auf unsere gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Realität haben und auch an den Hochschulbereich neue Anforderungen stellen. "Die baden-württembergische Hochschulpolitik hat wichtige Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes vorgenommen", hob der Staatssekretär hervor.

Baden-Württemberg habe sich als erstes Bundesland mit der Frage der steigenden Studienanfängerzahlen in den kommenden Jahren befasst und mit der Erweiterung des Studienplatzangebots an den Hochschulen und Berufsakademien des Landes reagiert, so Birk. "Mit dem von der Landesregierung erarbeiteten Ausbauprogramm ´Hochschule 2012´ schaffen wir in den nächsten fünf Jahren 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze. 3.500 Plätze entstehen bereits im laufenden Studienjahr 2007/08. Die Erweiterung des Ausbildungsangebots in zukunftsträchtigen Fächern wurde im Dialog mit der regionalen Wirtschaft und den Hochschulen erarbeitet und orientiert sich damit am konkreten Bedarf."

"Die Berufsakademie Villingen-Schwenningen leistet mit ihren Ausbauplanungen einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung einer drohenden Fachkräftelücke, auch hier in der Region", stellte Staatssekretär Birk heraus. Die Studienplatzkapazität der Berufsakademie erhöhe sich durch die Ausbaumaßnahmen im Rahmen des Landesprogramms ´Hochschule 2012´ um 14 Prozent auf 1.950. In Villingen-Schwenningen werden in der ersten Ausbaustufe drei zusätzliche Kurse mit einer Kapazität von 90 zusätzlichen Studienanfängerplätzen eingerichtet. Dabei handelt es sich um die Kurse "Industrie", "Unternehmensberatung/Controlling" und "Sozialmanagement/Sozialwirtschaft".

Der Staatssekretär betonte die tragende Rolle der Berufsakademien im System der Hochschulausbildung Baden-Württembergs. "Wir wollen den Berufsakademien in Übereinstimmung mit den Ausbildungspartnern den förmlichen Status einer dualen Hochschule geben. Damit wollen wir nach außen besser erkennbar machen, mit welch hohem inhaltlichen Anspruch ein Berufsakademiestudium verbunden ist", so Birk. Die hohe Übernahmequote von rund 90 Prozent der Absolventen direkt nach dem Studium sei hierfür ein deutlicher Erfolgsbeleg.

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung ist Birk zufolge eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg. "Forschung und Entwicklung sind die tragenden Pfeiler für die Zukunftsfähigkeit des Landes. Baden-Württemberg ist mit einem Anteil von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eine der forschungsintensivsten Regionen der Welt und damit international sehr gut positioniert."

Das erfolgreiche Abschneiden der baden-württembergischen Universitäten in der Exzellenzinitiative habe für wertvolle Impulse gesorgt. "Generell schneiden die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den verschiedenen Rankings sehr gut ab. Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, unsere Spitzenposition im nationalen und internationalen Wettbewerb zu behaupten und weiter zu verbessern", betonte Staatssekretär Birk.


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