Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: Das berufliche Bildungssystem in Schleswig-Holstein ist gut aufgestellt und nimmt neue Herausforderungen an

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat im Landtag die hohe Leistungsfähigkeit der beruflichen Schulen in Schleswig-Holstein betont. "Unser berufliches Bildungssystem ist in hohem Maße innovativ, unsere beruflichen Schulen stellen sich ständig auf neue Anforderungen und Aufgaben ein", sagte sie heute (28. Februar). Die berufliche Bildung biete viele verschiedene Wege, um ein Ausbildungsziel zu erreichen, Qualifikationen zu erwerben oder einen Abschluss nachzuholen.

28.02.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin wies auf die besonderen Herausforderungen hin, vor denen die berufliche Bildung stehe, zum Beispiel der Fachkräftemangel und die zunehmende Spezialisierung in der Arbeitswelt. Gleichzeitig sei die Zahl derjenigen, die sich zum wiederholten Male auf eine Lehrstelle bewerben, in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Es gehe darum, junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen, so Erdsiek-Rave. Ein wichtiger Baustein sei dabei das Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt mit Kompetenzfeststellung, Qualifizierungsbausteinen, Coaching und Berufsfelderprobungen, das die Landesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. "Dazu gehört auch, dass der Hauptschulabschluss im Rahmen der Flexiblen Übergangsphase je nach Lerntempo individuell nach neun oder zehn Jahren erworben werden kann."

Eine weitere Herausforderung bestehe in der Europäisierung der Arbeits- und Ausbildungsmärkte im Rahmen des Europäischen Qualifikationsrahmens. "Wir sollten den Prozess aktiv mitgestalten und nutzen, um die Leistungsfähigkeit unseres Systems zu verbessern", sagte die Ministerin. Es gehe vor allem darum, Abschlüsse international besser vergleichen sowie Fähigkeiten und Qualifikationen gegenseitig anerkennen zu können. "Vor allem geht es um die Einstufung bestehender nationaler Bildungsabschlüsse in ein Konzept von Niveaustufen - nicht um einen Umbau der nationalen Bildungssysteme." Ein in sich geschlossenes, einfaches und transparentes Ausbildungssystem für Schleswig-Holstein könne es angesichts grenzüberschreitender Arbeits- und Ausbildungsmärkte aber nicht geben, zumal sich die Bundesländer bereits über die Angebote an den beruflichen Schulen abstimmten und etwa die duale Berufsausbildung bundeseinheitlich geregelt sei.

Noch bis zum 12. März gibt eine Ausstellung zum "Jahr der beruflichen Bildung" im Landtag einen Einblick in die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Schulen. Im Laufe des Aktionsjahres präsentieren sich die insgesamt 39 Beruflichen Schulen im Land bei mehr als 70 Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit. Weitere Informationen und einen Terminkalender zum "Jahr der beruflichen Bildung" finden Sie im Internet unter www.bildung.schleswig-holstein.de.


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