Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Mehr Migrantinnen und Migranten in Erziehungs- und Bildungsberufe bringen

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat das Ziel der Landesregierung bekräftigt, den Anteil von Migrantinnen und Migranten in Erziehungs- und Bildungsberufen zu erhöhen. "Für die Integration von Migranten muss es selbstverständlich sein, dass sie Zugang zu verantwortlichen Positionen bekommen, nicht nur in pädagogischen Berufen", sagte sie heute (12. Dezember) im Landtag. Zwar gebe es in Deutschland bereits viele erfolgreich arbeitende Menschen mit Migrationshintergrund. "Es könnten noch viel mehr sein - als Zeichen gelungener Integration und als echte Bereichung unserer Gesellschaft."

13.12.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Lehrerinnen und Lehrer hätten eine Vorbildrolle - auch dafür, wie die Gesellschaft Menschen einbinde, deren familiäre Wurzeln im Ausland liegen. Unabhängig von ihrer Herkunft müssten sie in der Lage sein, Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kulturen zu unterrichten. "Das muss man für diesen Beruf einfach mitbringen und deshalb gehört der Erwerb entsprechender Kompetenzen auch in die Lehreraus- und fortbildung", sagte Erdsiek-Rave. Schließlich würden mittelfristig rund 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holsteins einen Migrationshintergrund haben.

"Insbesondere Kinder der zweiten Zuwanderergeneration haben erhebliche Schwierigkeiten in unserem Bildungssystem - das hat uns PISA gerade wieder vor Augen gehalten", so die Ministerin. "Deshalb dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen und müssen das weiterverfolgen, was wir zum Beispiel mit dem Integrativen Sprachförderkonzept, der Weiterentwicklung der Zentren für "Deutsch als Zweitsprache" und unserem Beitrag zum Nationalen Integrationsplan in die Wege geleitet haben. Denn es ist doch auch klar: Je mehr Schüler mit Migrationshintergrund das Abitur erwerben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie später als Lehrkräfte einstellen können."


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