Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Wir wollen die Ausbildungs- und Berufsreife junger Menschen verbessern

Die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein steht vor neuen Herausforderungen: Immer mehr Jugendliche ohne Ausbildungsplatz werden an den Beruflichen Schulen aufgenommen und weiterqualifiziert. "Wir müssen vermeiden, dass diese jungen Menschen an den Schulen in unnötige und demotivierende Wartschleifen geraten. Deshalb verstärken wir die präventive Arbeit vor Abschluss der Schule", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (12. Juli) im schleswig-holsteinischen Landtag. Hier setze das Handlungskonzept "Schule&Arbeitswelt"an. Es ziele darauf ab, die Ausbildungs- und Berufsreife junger Menschen mit unterschiedlichen Projekten zu verbessern und den Übergang zwischen Schule und Beruf zu erleichtern.

12.07.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Für diese Aufgaben seien die Beruflichen Schulen gut gerüstet. Erdsiek-Rave: "Sie arbeiten mit modernen Lernmethoden, die auf Selbstständigkeit und eigenverantwortliches Lernen abzielen. Sie setzen einen hohen Praxis- und Außenbezug und pflegen einen intensiven Austausch von Lehrkräften zwischen den Schulen." Außerdem erhielten sie mit dem neuen Schulgesetz die Möglichkeit, sich in ein Regionales Berufsbildungszentrum (RBZ) umzuwandeln.

Zugleich appellierte die Ministerin an die Wirtschaft, weiter auszubilden. Auch wenn Schleswig-Holstein 2006 mit 20.339 Ausbildungsverträgen, und damit einem Plus von knapp 7 Prozent, das erfolgreichste westdeutsche Bundesland bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen gewesen sei, hoffe sie künftig auf das Engagement alle derer, die bei der Ausbildung bisher zurückhaltend gewesen seien. Denn die Vollzeit-Berufsschule könne nur eine Ergänzung sein. Erdsiek-Rave: "Erste Priorität muss das duale System haben. Wir setzen darauf, dieses Erfolgsmodell im Dialog mit der Wirtschaft zukunftsfähig zu machen."


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