Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave: "Mehr Eigenständigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten für berufliche Schulen als Regionale Berufsbildungszentren"

"Mit dem neuen Schulgesetz werden wir die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich alle beruflichen Schulen in Schleswig-Holstein zu Regionalen Berufsbildungszentren weiterentwickeln können. Damit haben sie bessere Voraussetzungen, die Qualität des Unterrichtes zu verbessern und sich rasch den Anforderungen des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft anzupassen", sagte Ute Erdsiek-Rave heute bei der Vorstellung des zweiten Eckpunktepapiers zur Änderung des Schulgesetzes. Das Papier hat sie 1. November im Kabinett vorgestellt.

03.11.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Regionale Berufsbildungszentren (RBZ) sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige und eigenverantwortlich handelnde Einrichtungen in Trägerschaft der Kreise und kreisfreien Städte. Die beruflichen Schulen als RBZ sollen als ihre Kernaufgabe auch weiterhin den staatlichen Bildungsauftrag erfüllen, aber auch in Kooperationen mit Betrieben und anderen Einrichtungen der Wirtschaft bedarfsgerechte und hochwertige Qualifizierungsangebote in der Region mit entwickeln.

Die Ministerin betonte, dass nach den erfolgreichen Erfahrungen aus der Erprobungszeit in 14 schleswig-holsteinischen Modellschulen das Bildungsministerium nun die rechtlichen Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der beruflichen Schulen zu Regionalen Berufsbildungszentren schaffen wolle. Die Auswertung des Modells erfolgte in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden und der Wirtschaft. "Mit der Möglichkeit, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts zu werden, können die Regionalen Berufsbildungszentren deutlich selbstständiger und mit weitreichenden Gestaltungsmöglichkeiten arbeiten. Die Schulen haben den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit geäußert. Jetzt erhalten sie sie", so Erdsiek-Rave.

Das Ziel, die knappen Ressourcen des Landes und der Schulträger optimal einzusetzen, könne mit diesen neuen Strukturen auch besser erreicht werden, sagte die Bildungsministerin. Ute Erdsiek-Rave: "Vertraglich vereinbarte Kooperationen mit Kammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen und Betrieben ermöglichen effizienteres Arbeiten. Im Zuge der Verzahnung von Aus- und Weiterbildung im Konzept des lebenslangen Lernens sollen die RBZ mit Bildungsträgern und Betrieben der Region sowie mit den überbetrieb-lichen Berufsbildungsstätten kooperieren. Dabei können beispielsweise auch staatlich geförderten Werkstätten besser ausgelastet werden."

Alle beruflichen Schulen sollen unabhängig davon, ob ihre Schulträger sie zu RBZ umwandeln, ab dem Schuljahr 2006/07 von den erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten der jetzigen Modellschulen Gebrauch machen können.

Die Ministerin bekräftigte, dass die Schulträger und die Wirtschaft laufend in die Weiterentwicklung der beruflichen Schulen zu RBZ eingebunden seien und das Ministerium auch in Zukunft alle Detailfragen eng mit den Partnern besprechen werde. "Wir bieten eine zukunftsfähige und flexible Berufsbildung an und stärken damit den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein", so Erdsiek-Rave.


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