"Bund und Länder stehen gemeinsam in der Pflicht"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat die Initiative von Bundesbildungsminister Dr. Annette Schavan begrüßt, Jugendlichen die Ausbildungsreife zu vermitteln und sie für den Einstieg ins Berufsleben fit zu machen. "Hier können Bund und Länder zum Wohl unserer Schüler eng zusammenarbeiten", betonte der Minister und verwies auf das langjährige Engagement des Freistaats Bayerns, leistungsschwächere Schüler nachhaltig zu fördern. Ziel der Bayerischen Mittelschule sei es, dass jeder Schüler den für ihn bestmöglichen Abschluss erreicht.

04.11.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit vielfältigen Maßnahmen der Berufsorientierung wie Betriebspraktika, Einführung der berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales sowie durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Berufschulen bekommen Schüler in Bayern bereits heute Einblicke in den beruflichen Alltag und erste Fähigkeiten. Dabei erwerben sie Schlüsselqualifikationen, Selbst- und Sozialkompetenzen.

Für die Schüler sehr hilfreich sind nach Einschätzung von Dr. Spaenle Projekte der vertieften Berufsorientierung, die der Freistaat gemeinsam mit der Agentur für Arbeit anbietet und finanziert.

Durch eine Ausweitung der individuellen Förderung wie die modulare Förderung werden bei den Schülern die Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch gestärkt. "Bereits zum Schuljahr 2008/2009 konnte ich den Hauptschulen in Jahrgangsstufe 5 eine zusätzliche Stunde zur individuellen Förderung zur Verfügung stellen", so der Minister.

Es ist so in Bayern in jüngsten Jahren gelungen, die Anzahl der Schüler, die die Hauptschule ohne Hauptschulabschluss verlassen, merklich zu senken. 1999/2000 lag die Quote noch bei 12,3 Prozent und konnte bis 2007/2008 auf 6,5 Prozent halbiert werden.

Mit Hilfe von Maßnahmen wie dem kooperativen Berufsvorbereitungsjahr werden junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt und erhalten mit Bestehen dieser Maßnahme einen erfolgreichen Hauptschulabschluss. Den Hauptschulabschluss können junge Menschen in Bayern derzeit auch über Angebote der Erwachsenenbildungsträger als externe Prüflinge an den Hauptschulen nachholen.

"Das gemeinsame Engagement von Bund und Ländern kann dazu beitragen, die Quote der Schüler ohne Schulabschluss weiter zu senken", so der Minister. "Ich freue mich, dass die Bundesbildungsministerin diese wichtige gesellschaftliche Aufgabe in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Wir stehen hier für unsere Jugendlichen gemeinsam in der Pflicht."


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