"Die Lebenswirklichkeit der Zuwanderer einfangen"

Mit einem neuen Deutschtest müssen Zuwanderer seit dem 1. Juli 2009 ihre Deutschkenntnisse nachweisen. Dieser Test soll auch ihre spezielle Situation berücksichtigen. Wie Kursangebote, Lehrbücher und Tests diesem Anspruch gerecht werden, wollte Perspektive: Bildung von Dr. Michaela Perlmann-Balme vom Goethe-Institut wissen. Sie war Projektleiterin für die Entwicklung des neuen Tests.

10.11.2009 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

"Wir haben zunächst versucht, die besonderen Bedürfnisse der Zuwanderer zu definieren. Dabei kam heraus, dass Themen wie die Betreuung und die Schulbildung der Kinder eine sehr große Bedeutung haben. Zuwanderer brauchen also sprachliche Mittel, um zum Beispiel in einer Sprechstunde mit einem Lehrer bestehen oder an einem Infoabend teilnehmen zu können. Das war in dem alten Zertifikat nie Gegenstand von Prüfungsaufgaben", erklärt die Expertin.

Auch die in den Lehrbüchern geschilderten Alltagssituationen sind andere, weiß Perlmann-Balme: "Früher hat man eher die Situation am Flughafen geschildert, wenn jemand zu einer weiten Dienstreise oder in den Urlaub startete. Heute geht es darum, wie man den Nahverkehr - also Bus und Straßenbahn - nutzt oder was eine Bahncard ist."

Prüfungsziel ist das Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Damit, so Perlmann-Balme, "kann man sich im Alltag selbstständig, und ohne Übersetzer oder andere Hilfe bewegen. Das heißt aber nicht, dass jemand wirklich lange Gespräche problemlos bewältigen kann." Sie wünscht sich deshalb weitere aufbauende Kurse, die dann stärker die Integration in den Arbeitsmarkt anpeilen.

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Das Projekt Perspektive: Bildung will den öffentlichen Diskurs über Bildung in Deutschland fördern. Schule steht im Vordergrund dieses Forums. Perspektive: Bildung dokumentiert den Bildungsalltag ebenso wie aktuelle wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen und Entwicklungen sowie herausragende Projekte und entwickelt Visionen vom Lernen in der Zukunft.

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