DIHK fordert Reform der Lehrerbildung
(bikl/ots) Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) Ludwig Georg Braun mahnte heute den Ausbau der Lehreraus- und Weiterbildung an. Die neue PISA-Studie zeige, dass der Abstand zwischen den besten und schwächsten Schülern in keinem Land so groß sei wie in Deutschland - trotz erster kleiner Verbesserungen im OECD-Ranking. Lehrer müssten deshalb künftig viel stärker ihre Schüler individuell fördern. Das Thema solle deshalb unbedingt ein Schwerpunkt der auszubauenden Lehreraus- und Weiterbildung sein.
06.12.2004 ArtikelEin solches individuelles Fördern sei der Schlüssel zu besseren Ergebnissen in der Schule. "Wir brauchen deshalb einen konsequenten Ausbau und eine Reform der Lehreraus- und -weiterbildung," so Braun. Gerade die Lehrerbildung werde aber sträflicherweise bisher nur halbherzig in die Reformen einbezogen.
"Lehrer müssen besser lernen, individuelle Stärken und Schwächen von Schülern überhaupt erst zu erkennen. Eine darauf aufbauende Förderung seiner Leistungsfähigkeit und seiner Begabungen steht jedem Kind zu. Wir dürfen bei allen erst mittelfristig wirkenden Reformen nicht die Schüler vergessen, die schon heute in den Schulen lernen. Sonst entsenden wir eine bildungspolitisch fast vergessene Generation in ihre Berufsausbildung und in ihr Arbeitsleben," äußerte der DIHK-Präsident und weiter: "Das Thema ist wichtig und geht uns alle an. Der DIHK wird deshalb in Kürze eigene Vorschläge zu einer Reform der Lehrerbildung vorlegen."
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