Ein Jahr gemeinsames Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Zum 1. Januar 2007 errichteten die Länder Berlin und Brandenburg ein gemeinsames Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und schufen damit das bundesweit erste pädagogische Landesinstitut, das für zwei Länder zuständig ist. So wurde eine Voraussetzung dafür geschaffen, die fachlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen in der Bildungsregion Berlin-Brandenburg gemeinsam anzunehmen.
06.03.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgBrandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht und Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner eröffneten Anfang Februar 2007 gemeinsam das Landesinstitut in Ludwigsfelde-Struveshof in Brandenburg. Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Wir wollen die Bildungsregion Berlin-Brandenburg stärken, z.B. auch mit Blick auf das geplante, gemeinsame Zentralabitur ab 2010. Dem LISUM kommt dabei eine wichtige Rolle zu." Bildungsminister Rupprecht verwies darauf, dass zentrale Bereiche bildungspolitischer Entwicklung in Berlin und Brandenburg besser durch ein gemeinsames pädagogisches Landesinstitut entwickelt werden könnten. "Es gibt nach wie vor eine Fülle gemeinsamer Vorhaben und fachlicher Herausforderungen für die Bildungsregion Berlin-Brandenburg."
Das Institut wird als Einrichtung des Landes Brandenburg geführt und erhält seine Aufträge sowohl von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin als auch vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg.
Die Aufgaben des vor einem Jahr gegründeten Instituts sind in einem von beiden Bundesländern geschlossenen Staatsvertrag festgelegt. Dazu gehören insbesondere:
- die Unterrichtsentwicklung in den Fächern, Lernbereichen und Bildungsgängen einschließlich der Rahmenlehrpläne und zentralen Prüfungen,
- die Qualifizierung von Schulleitungspersonal und Zielgruppen der Schulbehörden, soweit nicht durch die regionale Fortbildung wahrgenommen,
- Schul- und Modellversuche sowie Schul- und Schülerwettbewerbe,
- Medienpädagogik, Medienarbeit und multimediale netzbasierte Unterstützungssysteme in den Bereichen Schule und Weiterbildung/Erwachsenenbildung sowie
- die Qualifizierung des Fachpersonals im Bereich der Weiterbildung/Erwachsenenbildung.
Seit nunmehr einem Jahr nimmt das gemeinsame Institut diese anspruchsvollen Aufgaben im Bereich der qualitativen Weiterentwicklung von Schule in beiden Bundesländern wahr. Neue Kommunikationsstrukturen und Arbeitsformen wurden entwickelt, gemeinsame Ziele wurden gesteckt und erste Ergebnisse erzielt. Länderspezifische Besonderheiten haben dabei nicht an Bedeutung verloren.
Übereinstimmend wird dieser bundesweit einmalige Schritt als richtige Entscheidung auf dem Weg zu einer gemeinsamen Bildungsregion Berlin-Brandenburg gewertet.
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