Gemeinsame Aktion von Eltern, Schülern, DGB und GEW für Berufsausbildung "für alle"

"Uns ist es sehr ernst damit, für alle jungen Leute, die jetzt ihre Schulausbildung beenden oder sich schon in der Warteschleife befinden, eine Ausbildung möglich zu machen", leitete GEW-Landeschef Thomas Lippmann die Vorstellung der Kampagne "Ausbildung für alle – Zukunft sichern" ein. Sie richtet sich an die Landespolitik und die Wirtschaft, ihre Aktivitäten zu vervielfachen, um den jungen Menschen im Land eine berufliche Perspektive zu geben.

25.04.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Die Initiatoren ordnen sich damit in eine Bundesweite Aktion, die in diesen Tagen beginnt, ein."Als Elternvertretung liegt uns natürlich das Schicksal unserer Kinder am Herzen", betonte die Vorsitzende des Landeselternrates Kathrin Hinze. "Dieses Schicksal", so Hinze, "hängt eben aber von einer guten Ausbildung ab."

David Bode vom Landesschülerrat (der selbst wegen der eigenen Abiturprüfung nicht an der Vorstellung teilnehmen konnte) hatte bereits im Vorfeld auf die prekäre Situation für die Bewerber hingewiesen, weil durch den doppelten Abiturjahrgang der Druck auf den Ausbildungsmarkt erhöht werde. "Schüler mit Sekundar- und Hauptschulabschlüssen und Abiturienten werden es schwer haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen."

Die DGB-Vertreterin, Petra Richter, wies auf die besorgniserregende Lage auf dem Ausbildungsmarkt hin. "Noch bewerben sich drei junge Menschen in unserem Land auf einen Ausbildungsplatz", sagte Richter.

Im Monat März 2007 waren für 17.684 Bewerbern nur 5.557 betriebliche Ausbildungsplätze im Angebot. Im gemeinsamen Aufruf von Elternrat, Schülerrat, DGB und GEW werden als notwendige Handlungsschwerpunkte deshalb die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze in allen Betrieben, die Erweiterung des Kreises der ausbildenden Betriebe und die Einrichtung zusätzlicher schulischer Ausbildungsplätze für Jugendliche, die keinen dualen Ausbildungsplatz erhalten, benannt. "Wir erwarten jetzt eine konzertierte Aktion der Landesregierung, der Kammern, der Arbeitsagentur, der berufsbildenden Einrichtungen und der Gewerkschaften, um endlich vorwärts zu kommen", sagte Lippmann. "Die Zielstellungen des neuaufgelegten Ausbildungspaktes des Landes reichen dafür nicht aus." Abschließend sagte Lippmann: "Es würde dem Ministerpräsidenten gut anstehen, dieses Thema zur Chefsache zu machen."

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