Häusliche Arbeitszimmer sind unverzichtbar

Die GEW Bayern, weitere Landesverbände sowie die GEW im Bund haben die Große Koalition in Berlin aufgefordert, die steuerliche Abzugsfähigkeit häuslicher Arbeitszimmer für Lehrkräfte zu erhalten.

18.12.2005 Bayern Pressemeldung GEW Bayern

"Für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts oder Korrekturarbeiten sind insbesondere Lehrkräfte auf ihre Arbeitszimmer zu Hause angewiesen. Die Schulen stellen dafür keine Büros zur Verfügung. Deshalb ist das häusliche Arbeitszimmer für sie ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Wie andere Werbungskosten muss es auch weiterhin steuerlich absetzbar sein", unterstreichet Oskar Brückner, Vorsitzender der GEW Bayern die Forderung.

Bereits jetzt sind nur bis zu 1.250 Euro jährlich steuerlich abzugsfähig. Die entstehenden Kosten liegen aber vielfach deutlich über dieser Grenze. Die Große Koalition plant, die steuerliche Abzugsfähigkeit häuslicher Arbeitszimmer weitgehend zu streichen. Betroffen sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber kein geeignetes Arbeitszimmer zur Verfügung stellt, z.B. viele Sozialarbeiter, in der Weiterbildung Tätige, Wissenschaftler und Richter.

Die GEW fordert deshalb, dass die Kosten für häusliche Arbeitszimmer für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf ein häusliches Arbeitszimmer angewiesen sind, in voller Höhe als Werbungskosten abziehbar sein müssen.

Die GEW hat eine Unterschriftenaktion gegen diesen Teil der Koalitionsvereinbarung gestartet. Adressat ist Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Weitere Infos finden Sie unter: www.gew.de.

Ansprechpartner

GEW Bayern

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