Hochschule für jedermann?

(bikl/lz) Sie war geplant als die Antwort der Bundesrepublik Deutschland auf wachsende Studenten-Zahlen: die Fernuniversität Hagen. Kostengünstig sollte sie sein und die Präsenz-Universitäten entlasten, indem sie die Numerus-Clausus-Geschädigten mit einem Studienplatz versorgte. Als Vorbild diente die britische "open university".

30.09.2005 Artikel
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Doch aus der Hochschule für jedermann wurde nichts: Vor allem die von der Union geführten Bundesländer fürchteten um die Qualität an den deutschen Hochschulen und verweigerten schließlich die gemeinschaftliche Finanzierung. So wurde die Fernuniversität zu einem nordrhein-westfälischen Experiment. 75 Millionen Mark steckte die damalige Landesregierung in den Standort Hagen. Vor allem Berufstätige nahmen das neue Bildungs-Angebot an, die angestrebte Entlastung der anderen Hochschulen blieb jedoch aus - bis heute. Vielmehr hat sich die Fernuniversität zu einem Weiterbildungszentrum entwickelt - und steht heute vor großen Problemen: Die Studentenzahlen sinken, die Abbrecher-Quote ist hoch, und erst kürzlich musste die Fernuniversität mehrere Studienzentren schließen. In der Sendung Zeit Zeichen berichtet WDR 5 am Dienstag, 4. Oktober 2005 um 9.05 - 9.20 Uhr über die dreißigjährige Geschichte der Fernuniversität.

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WDR 5 Programm


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