Kulturminister Zöllner zeichnete den Mainzer Anton Issel für dessen vielfältige Verdienste um die Kultur mit dem Verdienstkreuz am Bande aus

Für seine Verdienste um die Förderung der Kultur hat Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, den ehemaligen Geschäftsführer der Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz, Anton Issel aus Mainz, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

07.07.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Der Orden wird auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Kurt Beck vom Bundespräsidenten verliehen. "Die Förderung von Kunst und Kultur in ihren vielfältigen Facetten war und ist ihr besonderes Anliegen", sagte Zöllner in seiner Laudatio auf den neuen Ordensträger.

Das ehrenamtliche Engagement des 1939 in Mainz geborenen Anton Issel wirke sich auf vielen Feldern erkennbar positiv aus. Einen außerordentlichen Stellenwert seiner vielfältigen Aktivitäten nehme der Erhalt des Mainzer Domes ein. Issels Initiative sei die Gründung des Dombauvereins im Jahre 1999 zu verdanken, der unter seinem Vorsitz und unter dem Motto "Unser Dom braucht viele Freunde" Spenden in namhafter Höhe gesammelt habe, hob Zöllner hervor. Die dringend notwendige und noch in den kommenden Jahren andauernde Restaurierung dieses bedeutenden romanischen Bauwerks werde mit diesen Geldern wesentlich unterstützt. In gleicher Weise setze sich Anton Issel auch für die Renovierung des Wormser Domes ein, dessen Domverein er ebenfalls mitbegründet habe.

Zöllner hob hervor, dass Issel sich in besonderer Weise auch dem jüdischen Erbe verpflichtet fühle. Auf sein Bestreben hin habe die Ruine der früheren Judenwache in das bauliche Konzept der Landesbausparkasse Mainz integriert werden können. "Sie haben nicht nur dafür gesorgt, dass die Erinnerung an das historische Judenviertel und seine Bauten wach gehalten wird, sondern dass die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mainz wieder lebendige Gegenwart ist", sagte Zöllner. So habe sich der neue Ordensträger im Kuratorium für den Bau einer neuen Synagoge in Mainz engagiert.

In seiner Laudatio ging der Kulturminister auch auf das Engagement Issels während des Ökumenischen Kirchentages in Berlin und vor allem des Katholikentages in Mainz 1998 ein, zu dessen Gelingen er als ehrenamtlicher Vorsitzender des Trägervereins bei den umfangreichen Vorbereitungen maßgeblich beigetragen habe.

Issel ist Mitglied des Stiftungsrates der Diözese Mainz sowie im Kunstausschuss der Landesbank Rheinland-Pfalz, im Kuratorium des Fördervereins des Landesmuseums Mainz und nicht zuletzt engagierter privater Kunstsammler. "Mit Herz und Verstand haben Sie sich für das Landesmuseum, etwa für den Ankauf der Mainzer Er-thal-Pastelle, und für die Belange zeitgenössischer bildender Künstlerinnen und Künstler eingesetzt", würdigte Zöllner.


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