Kultusministerin Karin Wolff setzt Signal gegen Fachkräftemangel

Aufgrund des aktuellen Engpasses bei den Berufsschullehrern in den Mangelfächern Elektro und Metall hat Kultusministerin Karin Wolff eine einmalige Qualifizierungsmaßnahme ins Leben gerufen. Nach einer Ausschreibung im Frühjahr 2007 wurden 40 Fachhochschulabsolventen ausgewählt, die am 03. September 2007 eine dreijährige Qualifizierungsmaßnahme zum Berufsschullehrer bzw. zur Berufsschullehrerin beginnen.

31.08.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Wir sehen deutlich die Gefahr, in naher Zukunft - aufgrund von Pensionierungen - immer weniger Berufsschullehrer für den Unterricht zur Verfügung stellen zu können. Das würde bedeuten, dass neue Fachkräfte nicht mehr in ausreichendem Maß ausgebildet werden können. In Zeiten von Fachkräftemangel wäre das eine fatale Entwicklung. Deshalb haben wir direkt reagiert und diese einmalige Maßnahme des Quereinstiegs hin zum Berufsschullehrer gestartet", erklärte Wolff. Natürlich werde man aber auch zukünftig mittelfristig auf die Weiterqualifizierung von zukünftigen Berufsschullehrern an hessischen Universitäten setzen. Hier müsse besonders das Engagement der Universität Darmstadt hervorgehoben werden, die in diesem Bereich beträchtliche Investitionen getätigt habe.

Während der Qualifizierungszeit unterrichten die zukünftigen Berufsschullehrer und -lehrerinnen an Berufsschulen mit durchschnittlich einer halben Stelle. In der anderen Hälfte ihrer Arbeitszeit werden sie von Professoren der Universitäten Darmstadt, Gießen und Kassel fachlich weiterqualifiziert und in Studienseminaren pädagogisch ausgebildet. Voraussetzung für die Bewerbung war ein guter Abschluss der Fachhochschule sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung. Zudem durften die Kandidaten nicht älter als 40 Jahre sein. Die Maßnahme ist mit weit über 100 Interessenten auf ein breites Echo gestoßen.


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