Lernen leichter machen
(bikl/idw) Forscher des Fraunhofer IGD Rostock diskutieren mit E-Learning- Experten im Workshop "Game Based Learning" darüber, wie Anwendungstechniken aus der Computerspiele-Branche für das computerunterstützte Lernen genutzt werden können. Spielerische Lernmethoden für Groß und Klein stehen dabei im Mittelpunkt.
07.09.2005 Artikel
"Man lernt ein Leben lang!" - Gerade im heutigen Informationszeitalter ist der Spruch aktueller denn je. Ausgeprägtes Fachwissen ist eine der Schlüsselqualifikationen, um sich auf dem umkämpften Arbeitsmarkt behaupten zu können. Doch nicht jedem ist das stetige Lernen ein alltägliches Bedürfnis. Oft fehlen schlicht die Motivation, die Lust oder ein effektiver und strukturierter Lernplan - Zeit also, sich über neue Formen des computerunterstützten Lernens und Lehrens Gedanken zu machen.
Fachworkshop "Game-Based-Learning"
Im Rahmen der Deutschen E-Learning Fachtagung der Gesellschaft für Informatik (DelFi) und der Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) richtet das Fraunhofer IGD am 13.September 2005 am Institut den Fachworkshop "Game-Based-Learning - Spielbasiertes Lernen" in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock aus. Beiträge des Instituts, der Universitäten Rostock, Duisburg-Essen, Magdeburg, der FH Erfurt sowie der Games Academy Berlin bilden die Grundlage für kreative Diskussionsrunden, in denen die Workshopteilnehmer sich darüber austauschen, wie Spiel- und Lerntechniken aus dem Bereich der Computerspiele in die traditionellen Aus- und Weiterbildungskonzepte integriert werden können. Ziel ist es, Spaß und Emotionen in den Lernprozess einzubringen und ihn interaktiver zu gestalten.
"Spielerisches Lernen funktioniert immer"
"Das viel beschworene spielerische Lernen als didaktisches Mittel zur Motivation ist auf alle Altersgruppen anwendbar. Verschiedenste Lerninhalte von einfachen Grundrechenarten über die Vermittlung historischer Ereignisse bis hin zu komplizierten Sachverhalten können mit Simulations- und Strategiespielen anschaulich vermittelt werden", so Prof. Dr. Urban, Leiter des Fraunhofer IGD Rostock und der E-Learning Abteilung. "Dabei berücksichtigen die Programme den individuellen Lernfortschritt." Durch die sofortige Anwendung und Erprobung des neu erworbenen Wissens erzeugt das spielbasierte Lernen einen nachhaltigen Erinnerungseffekt. "Computerspiele als reinen Lückenfüller für die Freizeit zu bezeichnen ist nicht gerecht", sagt Holger Diener, Leiter der Abteilung Entertainment Technologien am Fraunhofer IGD. "Spiele haben Eigenschaften, die auch für den E-Learning Bereich erstrebenswert sind: Sie fördern die Kommunikation, sind lehrreich, vermitteln mühelos ihre Funktionalität durch verschiedene Schwierigkeitsgrade oder mit Hilfe virtueller Charaktere und motivieren durch ihren Unterhaltungscharakter." Weiterer Vorteil: eine neue Unabhängigkeit von Ort und Zeit des Lernens. Der regelmäßige Gang in bestimmte Schulungseinrichtungen zu festgelegten Zeiten gehört damit der Vergangenheit an.
Die Veranstalter des Workshops hoffen auf einen regen Erfahrungsaustausch. Die Ergebnisse und Beiträge werden anschließend in einem Buch zusammengefasst und veröffentlicht.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des Fraunhofer IGD Rostock unter: www.igd-r.fraunhofer.de.
Keine Kommentare vorhanden