Ministerium: CDU in der kulturpolitischen Sackgasse

Mit Strukturveränderungen den Weg für eine zukunftsfähige Kulturpolitik in Rheinland-Pfalz ebnen: Diese Strategie hat die rheinland-pfälzische Landesregierung eingeschlagen und wird sie konsequent gehen. Erklärtes Ziel ist es, den gesellschaftlichen Wandel als Chance für die Kultur im regionalen Kontext zu nutzen.

03.06.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Kunst und Kultur werden in Rheinland-Pfalz nur so eine gute Zukunft haben. Und nur so kann die vitale Kunstszene im Land erhalten bleiben. Das hat der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, immer wieder deutlich gemacht. Den umgekehrten Weg hat die CDU eingeschlagen, wie in ihrer Pressekonferenz "Kulturpolitik in Deutschland und Rheinland-Pfalz" erneut deutlich wurde. "Aus Angst vor der Veränderung in der Bewegungslosigkeit verharren, das ist der Weg in die kulturpolitische Sackgasse", meinte dazu die stellvertretende Sprecherin des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Silke Wernet.

Der Vorwurf, die Umsetzung der Orchesterstrukturreform sei ohne Beteiligung der Betroffenen erfolgt, treffe nicht zu, erklärte Wernet. Vielmehr seien Vertreterinnen und Vertreter der Orchestervorstände, der Personalräte und der Tarifvertragsparteien im Zuge der Umsetzung kontinuierlich in die Gespräche mit einbezogen worden. Das letztlich beschlossene Konzept habe auch die Zustimmung der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und des Deutschen Bühnenvereins (DBV) gefunden. Rheinland-Pfalz sei das erste Bundesland, das eine solche Orchesterstrukturreform umsetze.

Auch der Vorwurf der nicht ausreichenden Kulturförderung durch die Landesregierung sei nicht nachvollziehbar. Mit einer Steigerungsrate von 32,4 Prozent im Berichtszeitraum des jüngsten Kulturfinanzberichts zwischen 1995 und 2001 gehöre Rheinland-Pfalz zu den Ländern, die ihre Ausgaben für die Kultur deutlich erhöht hätten. Rheinland-Pfalz liege damit in der Spitzengruppe mit Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Allein von 1999 bis zum Jahre 2001 habe sich das Ausgabevolumen des Landes von 93,7 Millionen Euro auf 98,9 Millionen Euro erhöht.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden