Neuester Forschungsband des Landesdenkmalamtes widmet sich Trierer Stiftskirche St. Paulin

In der Reihe "Forschungsberichte zur Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz", die das Landesamt für Denkmalpflege herausgibt, ist heute der jüngste Band über die katholische Pfarrkirche St. Paulin in Trier erschienen.

13.12.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Er informiert über die Geschichte, die Architektur, die Ausstattung und die umfangreichen Restaurierungen des barocken Kirchenbaus, der vor rund 250 Jahren, 1757, vollendet wurde.

"St. Paulin ist auf Grund der Bedeutung seiner Architektur, der Malerei, der Stuckatu-ren und der Orgel von überregionaler Bedeutung. Der Bericht wird deshalb nicht nur in Trier auf Interesse stoßen", sagte Roland Härtel, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur. Er freue sich, dass mit dem heute erschienen Band 8 der Forschungsberichte endlich eine Barockkirche gewürdigt werde, mit der das Land in der Spitzengruppe der Sakralbauten dieser Zeit in Deutschland vertreten sei. Die Buchreihe umfasse bislang zwar herausragende romanische und gotische Bauten, aber keine aus der Zeit des Barock.

Die ehemalige Stiftskirche St. Paulin gehört zur weit über 1.500 Jahre zurückreichenden Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte Kaiser Konstantins und seiner Familie. "Wenn Rheinland-Pfalz sich anschickt, Konstantin den Großen und sein Nachleben in einer Landesausstellung zu honorieren, dann darf der Blick auf die Deckengemälde in St. Paulin nicht fehlen", erklärte Härtel. Die Fresken zeigten ihn zusammen mit seiner Mutter, der heiligen Helena, im Kreis Trierer Märtyrer und im Zusammenhang mit der Kreuzeslegende. Die Geschichte der Kirche reiche bis weit in die römische Spätantike, ins vierte Jahrhundert, zurück und Paulinus sei einer der ersten Bischöfe Triers (346-353) gewesen.

"Überregional herausragende Bauwerke des Barock müssen wir in Rheinland-Pfalz mit der Lupe suchen, obwohl hier im 18. Jahrhundert vier katholische Kurfürsten, drei rheinische Erzbischöfe und der Kurfürst von der Pfalz regierten", betonte Härtel. Die katastrophalen Kriege des 17. Jahrhunderts, die französische Revolution und die napoleonische Säkularisierung hätten ihre Spuren hinterlassen. Umso wichtiger sei es, diesen Reichtum unserer Kulturdenkmäler auch künftigen Generationen zu erhalten.

Der Forschungsbericht wurde durch Dr. Regine Dölling vorgelegt und enthält Text-beiträge des Restaurators Reinhold Elenz, der Naturwissenschaftlerin Elisabeth Jäger, der Orgelsachverständigen Professor Dr. Friedrich W. Riedel und Dr. Hans-Wolfgang Theobald, und der Kirchenexpertin Dr. Doris Fischer.

Info:

Band 8 der Reihe Forschungsberichte zur Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz, "Die katholische Pfarrkirche St. Paulin in Trier" ist in der Wernerschen Verlagsanstalt erschienen. Er ist im Buchhandel für 36 Euro erhältlich.


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