Ohne Eltern keine bessere Hauptschule

Die heute vorgestellte Hauptschulinitiative des bayerischen Kultusministeriums geht aus Sicht des Bayerischen Elternverbands in die richtige Richtung. Eine Schulart, in die kaum jemand seine Kinder freiwillig schickt, der eine Alternative hat, müsse allerdings einen echten Mehrwert bieten, sagte Ulrike Stautner, die Sachgebietsleiterin Hauptschule im BEV.

27.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Mit einem freiwilligen zehnten Schuljahr für diejenigen, die nach dem neunten keine Lehrstelle haben, sei es nicht getan.

Der Unterricht in Modulen und die stärkere Orientierung an der Arbeitswelt sei richtig. Richtig sei es auch, dass die soziale Kompetenz der Schüler nur das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sein könne. "Dafür genügt es aber nicht, die Eltern in die Schule zu zitieren, wenn wieder mal was aus dem Ruder läuft", sagte Stautner. "Eltern brauchen echte Mitspracherechte und eine wirksame Elternvertretung." Dass Bayern nach wie vor nicht bereit sei, eine gesetzliche Elternvertretung auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene einzurichten, sei gerade für die Eltern von Hauptschülern ausgesprochen demotivierend."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden