Preisverleihung für "Innovationspreis Weiterbildung 2004"
"Mit dem 'Innovationspreis Weiterbildung' wollen wir beispielhafte Ideen im Bereich Weiterbildung auszeichnen und publik machen. Grundidee des Wettbewerbs ist, dass die prämierten Projekte weitere Bildungsträger dazu anregen, die vorgestellten Konzepte zu übernehmen und zu nutzen." So der sächsische Staatsminister für Kultus, Prof. Dr. Karl Mannsfeld, mit Blick auf die Preisvergabe zum "Innovationspreis Weiterbildung 2004".
08.11.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusAm Wettbewerb hatten sich 24 Bildungseinrichtungen mit Projekten aus dem Bereich der allgemeinen, beruflichen, wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Weiterbildung beteiligt. Der mit 40.000 Euro dotierte Preis, so entschied die Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Jörg Knoll von der Universität Leipzig, geht zu gleichen Teilen an fünf Preisträger.
Der Staatssekretär im Sächsischen Kultusministerium, Günther Portune, zeichnet die Gewinner des Wettbewerbs aus. Die Preisverleihung findet statt am:
Mittwoch, 10. November 2004, 14.00 Uhr,
im Blockhaus am Neustädter Markt in Dresden.
Die diesjährigen Preisträger sind:
Projekt "Mitbestimmen aber wie?", Martinshof Rothenburg Diakoniewerk:
Das Projekt richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung, die in Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe leben. In diesen Einrichtungen sollen gewählte Heimbeiräte stärker durch ihre Mitwirkung den Heimalltag mitgestalten können. Deshalb veranstaltete der Martinshof eigens entwickelte Seminare, die auf Fähigkeiten und Fertigkeiten geistig behinderter Menschen abgestimmt waren. In diesem Jahr nahmen auch Heimbewohner aus Polen und Tschechien an den Seminaren teil.
Projekt "Heurekia! Forum für Kreativität und Technik", Professur für Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung der TU Chemnitz:
Ausgezeichnet wird ein bundesweit einmaliges Forum für Kreativität und Technik, das in Chemnitz stattfand. Grundidee war, Einblicke in Technik und Naturwissenschaft durch Experimente, Tests und Simulationen attraktiver zu gestalten. Kreativworkshops und künstlerische Abendveranstaltungen gehörten ebenfalls zum Gesamtkonzept. So wurden Engagement und Interesse für technische und naturwissenschaftliche Aufgabenstellungen geweckt und unternehmerisches Denken gefördert. Mehr als 3500 Interessierte besuchten das 14-tägige Forum: Kinder, Jugendliche, Schüler, Studenten, Eltern und Lehrende.
Projekt "Deutsch lernen bei gemeinnütziger Arbeit", Volkshochschule Weißeritzkreis, Freital:
Da die Deutschkenntnisse vieler Aussiedler nach einem halbjährlichen Sprachkurs für ein selbstbestimmtes Leben oder eine berufliche Qualifizierung oftmals ungenügend sind, integrierte die Volkhochschule in ihre Sprachkurse zusätzliche Unterrichtsstunden für praktische Arbeit - im speziellen Fall erledigten Einheimische und Aussiedler gemeinsam Sanierungsarbeiten nach dem Hochwasser. Der integrative Charakter dieser zusätzlichen Stunden gemeinnütziger Arbeit trug dazu bei, dass sich die Deutschkenntnisse der Aussiedler spürbar verbesserten.
Projekt "Courage leben", Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.:
Gemeinsam mit mehreren Vereinen startete der Landesfilmdienst Sachsen ein Schulungsprogramm zum Thema Rassismus. Dazu organisierte er thematische Filmwochen mit anschließenden Filmbesprechungen. Die für alle offenen Veranstaltungen lieferten Hintergrundwissen zum Erkennen und zur Überwindung von Fremdenfeindlichkeit. Sie sollten zum Nachdenken anregen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Projekt "Zusammenleben in Deutschland - Hilfen beim Zugang zu Gesellschaft und Beruf", Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Sachsen, Dresden:
Grundgedanke des Projektes war, Spätaussiedlern eine bessere Eingliederung in das Gemeinwesen zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit am Ort ansässigen Vereinen und Initiativen wurden thematische Exkursionen, Begegnungsabende, Workshops und Kurse organisiert, die den Spätaussiedlern politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gegebenheiten ihrer neuen Heimat nahe brachten.
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