Qualitätsmanagement bringt berufliche Schulen im Saarland auf bundesweite Spitzenposition
Der rasche Aufbau des international anerkannten Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9000ff und EFQM hat die beruflichen Schulen im Saarland im Bundesvergleich auf eine Spitzenposition gebracht. Dies hat Kultusminister Jürgen Schreier am Dienstag (11.7.06) mitgeteilt.
11.07.2006 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandIhm Rahmen einer Feierstunde, zu der die Schulleiter und Schulträger der Berufsbildungszentren (BBZ), Vertreter der Kommunen, der Lehrerverbände, Qualitätsbeauftragte, Vertreter des Hauptpersonalrates, der Schüler- und Elternvertretungen sowie der Hauptgeschäftsführer der VSU, Dr. Heiko Jütte, eingeladen waren, betonte der Minister die Bedeutung des Projektes. Er zeigte sich erfreut über den Erfolg der Schulen. "Als Ausbildungspartner der Wirtschaft und Bildungsdienstleister haben die beruflichen Schulen einen besonderen Stellenwert in der qualifizierten Ausbildung junger Menschen. Das Qualitätsmanagementsystem hat bereits jetzt wesentlich dazu beigetragen, die Qualität schulischer Arbeit zu verbessern", erklärte Kultusminister Jürgen Schreier.
Aus Anlass des Empfangs konnte der Minister sieben Berufsschulzentren (BBZ Sulzbach, K BBZ Saarbrücken-Halberg, BBZ Hochwald, BBZ St. Ingbert, K BBZ Dillingen, K BBZ Saarlouis, K BBZ St. Wendel) ihre Qualitätszertifikate überreichen.
Der Aufbau der Qualitätsmanagementsysteme (QMS) erfolgte nach einem Drei-Stufen-Modell (Anerkennungsstufe, Gütesiegelstufe und Externe Zertifizierung) und hat sich in den vergangenen Jahren an den Berufsbildungszentren so erfolgreich entwickelt, dass das Saarland mittlerweile im Bereich der beruflichen Schulen auf Bundesebene eine Spitzenposition einnimmt.
Konkret bedeutet dies, dass in diesem Jahr 15 Berufsbildungszentren ihr Qualitätsmanagementsystem innerhalb der Anerkennungsstufe weiter ausgebaut haben, vier BBZ die Gütesiegelstufe erreicht haben und drei BBZ in der Zertifizierungsstufe durch den akkreditierten Zertifizierer "CERTQUA" (Bildungszertifizierer der Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft) auditiert wurden.
Das Qualitätsmanagementsystem richtet sich nach der international anerkannten Norm ISO 9001:2000, an dem sich auch die Wirtschaft orientiert. Ziel des Qualitätsmanagementsystems ist eine ständige Verbesserung des Schulbetriebs auf allen Ebenen: Unterricht und Erziehung (Schulerfolg prüfen, Schülerförderung, selbständiges Arbeiten fördern), Schulorganisation und Planungsarbeit, Personalmanagement, Schulumfeld (Gebäude, Hallen, Anlagen) sowie Zusammenarbeit mit den wichtigsten Partnern (Schüler, Eltern, Ausbildungsbetriebe, Kammern, Arbeitsagenturen).
Bei der Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems werden die Schulen vom Bildungsministerium unterstützt. Durch Information, Schulung und Beratung der Schulleiter, Abteilungsleiter und Qualitätsmanagement-Beauftragten an den Schulen durch eine Stabsstelle im Ministerium wird so die Einheitlichkeit bei der Durchführung gewährleistet. Vor Ort sind außerdem schulische Steuerungsgruppen tätig, die einen großen Teil des Lehrerkollegiums einbinden. Die Fortschritte bei der Einführung und Umsetzung des Systems und der Erfolg der Bildungs- und Erziehungsarbeit werden durch jährliche Audits (Bewertung) überprüft. Die Bewertung erfolgt dabei zusätzlich nach den erweiterten Kriterien des Europäischen Referenzsystems (EFQM).
Im Abschlussbericht der Zertifizierers "CERTQUA" wird die rasche Umsetzung des Qualitätssystems als wichtiger Standortvorteil für das Saarland ausdrücklich gewürdigt.
"Die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems bietet zahlreiche Vorteile für die Schulen, die Auszubildenden und für die Wirtschaft. Ich danke daher allen, die mit großem Engagement diese Aufgabe bewältigt haben", betonte Kultusminister Jürgen Schreier.
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