Sächsische Lehrer zur Fortbildung in Jerusalem
Für 20 sächsische Lehrer heißt es derzeit Schulbank drücken in Yad Vashem (Jerusalem). Die Fortbildung läuft seit dem 30.11.2008 und findet auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zwischen dem Sächsischen Kultusministerium und der International School for Holocaust statt. Noch bis zum 12.12.2008 werden sich die Mittelschul-, Gymnasial- und Berufsschullehrer in Workshops und Seminaren zum Thema Holocaust, Deportation und Mitläufertum beschäftigen.
11.12.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusSchwerpunkt bildet dabei die Behandlung des Holocaust in den verschiedenen Unterrichtsfächern wie Ethik, Religion, Geschichte, Deutsch und Gemeinschaftskunde. Der theoretische Teil wurde mit der Teilnahme am Unterricht in den israelischen Schulen verbunden. Die Begegnungen mit Überlebenden des Holocaust oder das Seminar zum jüdischen Leben in den Lagern haben besondere Eindrücke hinterlassen. "Neben den Lehrern profitieren vor allem die sächsischen Schüler von den Erfahrungen und dem hinzugewonnenen Wissen, was so nicht aus den Lehrbüchern zu erfahren ist. Die Fortbildung trägt dazu bei, dass der Unterricht lebendiger und greifbarer für die Schüler wird. Allein die Erzählungen von Zeitzeugen machen die geschichtlichen Zusammenhänge dieser Zeit verständlicher sie wirken dann auch nachhaltiger im Gedächtnis der Schüler", so Kultusminister Roland Wöller.
Finanziert wird die Lehrerfortbildung durch die International School for Holocaust Studies und das Sächsische Kultusministerium sowie durch Eigenbeiträge der Teilnehmer. Zur Fortbildung hatten sich insgesamt rund 50 Lehrer beworben.
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